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Spider-Man: Homecoming oder die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft

By 12/07/2017 No Comments

Lange haben die Fans gewartet und es schien eigentlich aufgrund der Studiorechte unmöglich zu sein, aber Marvel hat es geschafft sich einen Superheld von Sony auszuborgen und mit den Avengers zusammen auf die Kinoleinwand zu bannen. Die Rede ist natürlich von Peter Parker alias Spider-Man. Seinen ersten Filmauftritt hatte er in Civil War, bei dem er vor allem für die lustigen Szenen verantwortlich war. Doch das war nur der Anfang, denn nun darf sich die Spinne durch ihr eigenes Abenteuer schwingen und sie macht das, um es kur zu sagen, einfach großartig!

Die Geschichte der Spinne

Doch nun mal zurück zum Anfang, denn Spider-Man Verfilmungen sind ja kein unbeschriebenes Blatt. Wie gut erinnere ich mich an meine erste Comicverfilmung, als ich, damals noch mit meinem Vater, den allerersten Film mit Tobey Maguire im Kino gesehen habe. Dass mir der Film gefallen hat, wäre eine Untertreibung, ich war begeistert, so wie viele andere auch. Schließlich legte er den Grundstein für alle nachkommenden Comicverfilmungen. Es folgten zwei Fortsetzungen, über deren Inhalt und Machart man sich streiten kann. Dennoch hat Tobey Maguire bei mir Eindruck hinterlassen und mich in die Welt der Superhelden filme eingeführt. Jahre später wurde von Sony ein Reboot gestartet, praktisch um die Rechte an der Figur nicht zu verlieren. Andrew Garfield durfte ins Kostüm schlüpfen, er spielte solide, aber bei mir sprühte der Funke einfach nicht über. Kurze Zeit später wurden die Gerüchte immer lauter, dass Spidey in den Schoß seiner Marvel Familie zurückkehren sollte und dann ging alles relativ schnell, denn aus den Gerüchten wurden schnell Tatsachen. Und jetzt ist er da, der neue Spider-Man und Film. Was daran gut und weniger gut ist, habe ich für euch zusammengefasst. Aber Achtung, es könnten ein paar Spoiler vorhanden sein!

Die Spinne entdeckt sich neu

Um kurz zum Inhalt zu kommen, der Großteil des Films spielt etwa zwei Monate nach Civil War. Peter wurde von Tony Stark nach New York zurückgebracht mit dem Auftrag, er solle Leuten helfen, aber sich nicht um die großen „Gegner“ kümmern, da er dafür noch zu jung sei. Wenn die Avengers ihn bräuchten, würden sie sich melden. Logisch, dass das für einen 15 Jährigen Jungen, nicht gerade das gelbe vom Ei ist, und so legt er sich doch auch mit etwas größeren Gegnern an und das Schicksal nimmt schließlich seinen Lauf.

Wie man schon am Inhalt erahnen kann, ist Homecoming eindeutig eine Coming of Age Geschichte, wobei Peter auch gegen Ende des Films noch nicht erwachsen geworden ist, was aber auch gut ist. Tom Holland spielt Peter so unbedarft, leichtfüßig und natürlich, dass man sich in dem Moment keinen anderen Spider-Man vorstellen könnte. Er hat, wie im Comic, als Superheld stets lustige Sprüche auf Lager, ist in der Schule aber der Loser, der Nerd. Dieses Doppelleben ist es auch das, was ihm zu schaffen machte, und was ich als Herzstück des Filmes sehe. Ein weiteres Kernstück ist die Beziehung von Tony Stark zu Peter Parker. Er fungiert als Mentor und wird zu einer Art Vorbild und Vaterfigur für ihn. Wer jetzt aber denkt, dass Iron Man ständig durchs Bild flitzt wird enttäuscht, denn er ist nur in ein paar Szenen zu sehen, was ich persönlich sehr gut finde. Dennoch ist er für Peter immer präsent und die Beziehung für seine Entwicklung wichtig und sogar Tony lernt noch etwas dazu.

Interessant und erwähnenswert ist auch noch der Widersacher der Spinne, the Vulture/der Geier, gespielt von Michael Keaton. Ein Gegner, der seit langem wirklich glaubwürdig und dreidimensional erscheint, weil sein Ziel zur Abwechslung mal nicht die Weltherrschaft ist. Er ist auch nicht übermäßig stark und daher ist der Kampf Spider-Man gegen Vulture durchaus realistisch, denn man darf nicht vergessen, dass diese Version der Spinne einfach wirklich noch ein Kind ist.

Fazit

Um es kurz zu fassen: der Film lebt zum einen von den wirklich guten Schauspielern zum anderen von der interessanten und abwechslungsreichen Handlung und zu guter Letzt noch vom herrlichen Humor. Und zwar nicht nur von diesen typischen Avengers One Linern, sondern von richtig gutem Humor! Gleich zu Beginn wird man sich vor Lachen nicht auf den Sitzen halten können und diesen Ton behält der Film auch bei, was nicht heißt, dass er nicht auch ernste Szenen beinhaltet. Ganz besonders herrlich sind auch die Gastauftritte eines weiteren Avengers, aber dazu wird an dieser Stelle noch nichts verraten 😀

Ich muss gestehen, dass mir beim besten Willen nichts Negatives zu dem Film einfällt. Ich kann ihn wirklich wärmstens empfehlen und das obwohl ich mit großer Skepsis, ala „schon wieder ein neuer Spidey Film“, ins Kino gegangen bin. Ich war wirklich von Anfang bis zum Ende großartig unterhalten! Ich würde sagen, es ist der beste Marvel Film seit langem (eine Freundin meinte sogar, der beste seit Iron Man 1 :D). In diesem Sinne flüchtet vor der Hitze ins klimatisierte Kino und lasst euch von Spiderman einspinnen. Viel Spaß!!

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