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Run all Night – Filmkritik

By 16/04/2015 No Comments

Ich konnte schon vorab für euch den Film „Run all Night“ mit Liam Neeson ansehen und möchte nun im folgenden kurz meine Kritik dazu abgeben.

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Filmplakat ©2015 Warner Bros. Ent.

Ich konnte Liam Neeson als Oskar Schindler und Qui-Gon Jinn kennenlernen und war, als er mit „Taken“ aka „96 hours“ im Actionkino sesshaft wurde, anfangs skeptisch, wurde jedoch eines Besseren belehrt und muss sagen, dass besonders der erste Teil sehr gelungen war. Mittlerweile scheint der Schauspieler jedoch in diesem Genre festgefahren zu sein.

Zur Handlung:

Die Handlung lässt sich leicht zusammenfassen: Sohn ist mit seinem nun alleine und verwahrlost lebenden Vater zerstritten, da dieser einen illegalen Beruf nachgeht und daher Mutter und Kind verlassen hat. Der Sohn kommt schließlich aufgrund der Vergangenheit des Vaters in Schwierigkeiten und bittet diesen nun um Hilfe.

RUN ALL NIGHT

Run all Night ©2015 Warner Bros. Ent.

Ein klassischer Handlungsaufbau der in letzter Zeit anscheinend immer beliebter werdenden Action-Thriller. Wenn man den Trailer gesehen hat, kann man auch nichts anderes von diesem Film erwarten, wird aber auf dieser Ebene auch nicht enttäuscht.

Die Actionsequenzen sind gut verteilt und wechseln sich mit spannungsgeladenen Pausen ab. Hierdurch gibt es keine Passagen die das Tempo spürbar verlangsamen. Stellenweise bringen sie zwar die Handlung nicht voran oder sind der Figurenentwicklung dienlich, was aber nicht störend wird, da man sich vielmehr auf die Stimmung der Szene als auf ihren Inhalt konzentriert.

Die Darsteller:

In diesen Action-ärmeren Szenen tritt das schauspielerische in den Vordergrund. Bei einem schon öfters für Filmpreise nominierten Darsteller wie Liam Neeson kann man es sich erlauben viel zu erwarten. In diesem Film wird man ebenfalls nicht überrascht. Dies ist jedoch im positiven als auch negativen Sinne zu verstehen.

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Run all Night ©2015 Warner Bros. Ent.

Die Figuren sind eher einfach, relativ stereotyp gehalten und verlangen nicht nach intensivem Spiel mit ihren Emotionen. Hierdurch entwickelt sich auch keine spürbare Distanz zwischen Liam Neeson und dem einigen vielleicht nicht so bekannten Joel Kinnaman, der seinen Sohn spielt. Dieser schafft es gut die Unsicherheit, die sich aufgrund der Kollision seiner Welt in der er junge vaterlose Kinder trainiert und daheim auf die Geburt seines Sohnes wartet und der gewalttätigen Vergangenheit seines Vaters auftut.

Ihr Gegenspieler wird vom mehrfach Oscar nominierten Schauspieler Ed Harris verkörpert. Dieser spielt überzeugend die Rolle eines rachsüchtigen Gangsters, der nicht davor zurückschreckt seine Freunde ermorden zu lassen. Es ist keine übertrieben aggressive oder verrückte Rolle, was ihn bedrohlicher und unberechenbar scheinen lässt.

Fazit:

Ein solider Action Film, den man sich ohne lange nachzudenken für einen lockeren Filmabend mit ein paar Freunden zulegen kann. Unterhaltsam und kurzweilig, wenn auch ohne all zu großen Überraschungen. Ein klassischer Film für Fans des modernen Action-Thrillers.

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Kitsune

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