X-Men: Apocalypse Review

Wenn eine Gottheit erwacht und die Prinzipien des „Survival of the Fittest“ auf die Erde anwendet, dann kann das nur eines bedeuten! X-Men: Apocalypse!

Im dritten Teil des X-Men „Reboots“ von Regisseur Bryan Singer trifft man auf einen der, wenn nicht sogar den, mächtigsten Gegenspieler der berühmten Mutanten. Dieser Gegner ist nämlich mit einem ganzen Arsenal an Kräften ausgestattet und wurde sogar in der Vergangenheit als Gottheit verehrt. Nachdem er nach ein paar tausend Jahren aus seinem „Winterschlaf“ erwacht, will er die Erde erneut auf ihre Stärke testen. Zur Seite stehen ihm hierfür seine legendären Handlanger, die vier Reiter der Apokalypse. Jedoch haben sie die Rechnung ohne Charles Xavier und seine nicht minder legendären X-Men gemacht!

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© 2016 Twentieth Century Fox

Handlung und Storytelling

Obwohl der Film dieselbe Spiellänge wie Batman v Superman hat, verliert „X-Men: Apocalypse“ nie wirklich an Fahrt und baut durchgehend immer mehr Spannung auf, bis es einem explosiven Finale endet. Ein weiterer großer Pluspunkt ist, dass hierbei deutlich mehr auf die Comic-Vorlagen geachtet wurde als bei manch anderen Marvelfilmen. Natürlich darf man keine Wort für Wort Durchführung erwarten, da erstens einfach die Rechte fehlen und zweitens das alles dann ja auch irgendwie langweilig werden würde.

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© 2016 Twentieth Century Fox

Cast

Während sich James McAvoy, Jennifer Lawrence und Michael Fassbender sich schon spürbar in ihre Rollen eingelebt haben, sind andere wie zum Beispiel Sophie Turner (aka Sansa Stark aus Game of Thrones) als Jean Grey und Tye Sheridan als Scott Summers/Cyclops neu in der Reihe. Das solle jedoch nicht heißen, dass sie ihre Rolle nicht überzeugend gespielt hätten. Teilweise wirkten die Rebootcharaktere sogar authentischer als ihre früheren Repräsentanten in den älteren X-Men Filmen. Insgesamt ergab der gewählte Cast ein sehr starkes Ensemble mit einem ebenso starken Bösewicht, der von dem seit kurzem sehr berühmt gewordenen, Oscar Isaac (aka Poe Dameron aus der neuen Star Wars-Reihe) gespielt wird.

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© 2016 Twentieth Century Fox

Szenerie und Animation

Wenn man ein Weltuntergangsszenario sehen will, ist man hier an der richtigen Stelle. Zwar hält sich der Film eine Zeit lang mit überpompösen Actionszenen zurück, ist aber in seiner Gesamtheit absolut bildgewaltig. Animationen und Soundkulisse waren von sehr hohem Niveau und laden zum Genießen der gut aufgebauten Atmosphäre ein. Da das 3D-Erlebnis sich eher in Grenzen hält, kann man gerne darauf verzichten.

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© 2016 Twentieth Century Fox

Fazit

Nach dem ‑ doch teils etwas verwirrenden ‑ Zukunft ist Vergangenheit, war es sehr schön mal wieder einen X-Men zu haben der von Anfang an recht klare Fronten zieht und daraus einen sehr stimmigen Film bastelt. Comicfans dürfen sich auch auf einige coole Anspielungen und Hintergrund‑Charaktere freuen, sowie ein absolut episches Cameo! Also jeder der den ‑ meiner Meinung nach ‑ bisher besten X-Men der kompletten Reihe sehen möchte: Ab 20.Mai.2016 in allen gut sortierten Kinos!

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