Weihnachten

Peace on earth, can it be
Years from now, perhaps we’ll see
See the day of glory
See the day, when men of good will
Live in peace, live in peace again

Peace on earth, can it be
Every child must be made aware
Every child must be made to care
Care enough for his fellow man
To give all the love that he can
I pray my wish will come true
For my child and your child too
He’ll see the day of glory
See the day when men of good will
Live in peace, live in peace again
Peace on earth, can it be
Can it be

Es ist wieder Weihnachten. Und während sich andere auf die besinnliche Zeit freuen und das Fest der Liebe auch als solches feiern, werden wie immer auch wieder die Stimmen laut, die das ganze Fest kritisieren. Nicht nur aus religiöser Sicht, sondern auch weil alles zu materiell ist und ganz böse Stimmen behaupten sogar, dass die plötzliche Fürsorge für Menschen in Not oder auch nur sozial weniger glücklich gestellte geheuchelt sei.
Da ich mich selbst zu jenen zähle, die Weihnachten jedes Jahr freudig erwarten, bringen mich gerade diese Meinungen zum Denken. Als Kind ist Weihnachten definitiv ein Fest der Geschenke, ein glücklicher Tag, an dem man all das Spielzeug bekommt, das man sich gewünscht hat. Aber für mich ist Weihnachten schon lange nicht mehr das Überreichen von Geschenken. Es ist ein Teil davon, aber viel eher unter der Devise: „Es kommt von Herzen.“

Eigentlich gehe ich davon aus, dass andere ihr Fest auch so feiern. Dass die gleiche Entwicklung, die bei mir stattfand, irgendwann auch bei anderen stattfindet. Und wenn man dann von Leuten liest, die Weihnachten absolut nicht mögen, beginnt man zu denken.
Der Einkaufsstress mag in Wien übertrieben sein. Wenn die Busse von und zur Mariahilfer Straße immer gesteckt voll sind, dann darf man schon am Sinn von Weihnachten zu zweifeln beginnen. Aber muss man deshalb die gesamte Tradition so böse verurteilen? Besonders die Nächstenliebe finde ich zu Weihnachten schön. Niemand muss an Weihnachten im Kalten sitzen, es gibt Spendenaufrufe, Kleidersammlungen, Suppenküchen… Eine schöne Zeit. Für einen Abend könnte man denken, es wäre tatsächlich Friede auf der Welt. Leider verschwindet diese Nächstenliebe meistens genauso schnell wie die Feiertage… Aber anstatt diese Zeit und ihre Hilfsbereitschaft in ihr zu verurteilen und als geheuchelt zu sehen, würde ich es begrüßen, sie als guten Anfang zu sehen. Wenn man es an einem, zwei oder drei Tagen im Jahr schafft, warum dann nicht auch an den restlichen 362 Tagen? Ich für meinen Teil bemühe mich schon lange darum denen, die mir etwas bedeuten, immer ein guter Mensch zu sein. Und auch für Fremde möchte ich tun, was ich mir selbst auch wünschen würde. Dabei geht es gar nicht um Geld- oder Sachspenden. Ein Lächeln auf den Lippen in der U-Bahn, ein freundliches Wort, wenn man die Tür aufgehalten bekommt oder lange genug warten, bis alle Leute aus der Straßenbahn ausgestiegen sind. Alles hat in einer kleinen Geste seinen Anfang. Genauso kann auch Weihnachten dieser kleine Anfang sein. Denn wie David Bowie und Bing Crosby in ihrem Lied singen:

 

Years from now, perhaps we’ll see
See the day of glory
See the day, when men of good will
Live in peace, live in peace again
 

Frohe Weihnachten und ein besinnliches Fest, viel Liebe und Glück wünscht euch eure

Honey

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