THE GIFT

Jeder von uns war schon in der Situation auf jemanden zu treffen, vielleicht sogar angesprochen zu werden, aber nicht den Hauch einer Ahnung zu haben, woher man diese Person kennt. Falls ihr das schon selbst erlebt habt: Willkommen in der Filmprämisse.

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© 2015 CONSTANTIN FILM

Plot

Um einem kleinen Thrillerklischee gleich mal von Start weg gerecht zu werden, zieht das Paar Simon (Jason Bateman) und Robyn (Rebecca Hall) in ein beinahe komplett gläsernes Haus in Los Angeles ein. Glaubt mir aber, wenn ich euch sage, dass das nicht der einzige Aspekt bleibt, der das Leben der beiden durchschaubarer erscheinen lässt. Denn noch in der Einrichtungsphase der beiden und einem Besuch in einem Möbelhaus begegnet Simon seinem ehemaligen Schulkollegen Gordo (Joel Edgerton), der damals einen so permanenten Eindruck bei ihm hinterlassen hatte, dass er sich erst gar nicht an ihn erinnern kann. Er weiß noch nicht, dass Gordo in den folgenden Wochen eine große Rolle in seinem Leben einnehmen wird und anlasslose Geschenke und häufige Besuche da bloß der Anfang sind.

The Gift

© 2015 CONSTANTIN FILM

Cast

Jason Bateman und Joel Edgerton verlassen in diesem Film definitiv ihre Konfortzone. Bateman, den man eher aus sarkastisch-witzigen Rollen (Hancock, Horrible Bosses) kennt, wird hier als freundlicher und ruhiger Ehemann vorgestellt, der im Laufe des Films jedoch gezwungen wird, mehr und mehr sein wahres Gesicht zu zeigen. Soviel sei vorweg genommen: Er bleibt nicht der eingangs dargestellte Sympathieträger und ich muss sagen, es stand ihm hervorragend. Seine Rolle lebt jedoch sehr vom Wechselspiel mit Kollegen Joel Edgerton, der den Zuschauer vergessen lässt, dass er an Tom Hardys Seite in „Warrior“ einen Boxer mimte.

The Gift 3

© 2015 CONSTANTIN FILM

Filmflair

The Gift arbeitet mir diesem typischen blauen Filter, der aus Thrillern gar nicht mehr wegzudenken ist und mal von Start weg angibt, was man zu fühlen hat und dass das folgende Filmerlebnis eher unangenehme Situation bereithält. Sonst kann man hier keine Actionszenen, besondere Specialeffects oder plötzliche Twists erwarten. Der Film spielt sich mit der Erwartungshaltung, die man unterschiedlichen Stereotypen zuordnet und lässt es mit unerwarteten Wendungen eher ruhig angehen. Oft konnte ich mir schon denken, worauf sich vieles zusammespitzen wird und trotzdem konnte ich mich immer öfter überraschen lassen.

The Gift 2

© 2015 CONSTANTIN FILM

Fazit

The Gift ist perfekt für einen gemütlichen Abend im Kino. Er übertreibt weder schauspielerisch noch bei Effekten und schlägt sich gut darin, die Hauptcharaktere immer wieder von unterschiedlichen Seiten zu beleuchten. Nach knapp zwei Wochen, gibt es immer noch Momente, wo ich mich gerne an spezielle Szenen zurück erinnere, die es vollkommen wert gemacht haben, den Film anzusehen.

Joel Edgerton feiert mit diesem Film sein Regiedebüt und fungierte hier als Writer, Producer, Director und Schauspieler. Wenn das erst der Anfang war, freue ich mich schon auf weitere seiner Projekte.

Release: 26.11.2015

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