The Avengers 2 – Ein kurzweiliger Kinobesuch

Eines könnt ihr ganz genau beobachten: Wenn ich einen Film komplett furchtbar oder absolut weltklasse finde, gibt es eine Filmkritik. Alles dazwischen wird lediglich mit einem knappen Review gekürt und verschwindet danach wieder im angeschimmelten Kellergewölbe meiner Erinnerungen, wo es den wichtigen Sachen nicht im Weg steht. Worauf dieser Beitrag nun hinausläuft liegt fast schon klar auf der Hand. Avengers, Leute! Man muss kein geekiger Comicleser oder ultimativer Marvelfan sein, um diese Filme zu lieben und warum das so ist, erfahrt ihr hier in meiner Filmkritik.

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Filmplakat Age of Ultron © 2015 The Walt Disney Company

Überschaubare Story

Eine arg komplizierte Story und das Aneinanderreihen von Plottwists sind keine Eigenschaften der Marvelverfilmungen. Das macht aber absolut gar nichts, da das Material immer gut verarbeitet und überdacht ist und nicht schon mit dem Vorwissen geschrieben wurde, es mit stumpfer Action kaschieren zu können. Der Titel verrät es schon, diesmal wird die Ultron Geschichte aufgegriffen. Tony Stark beweist, dass gute Ideen schwer nach hinten losgehen können. So versucht er das Programm Ultron zu entwicklen, das den Frieden auf der Welt herstellen und erhalten soll. KI’s waren in keinem Buch, Film, Comic oder Anime je eine gute Idee. Das müssen auch die Avengers lernen.

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Steve Rogers mit Thor © 2015 Avengers: Age of Ultron – The Walt Disney Company

Action kann so wunderschön aussehen

Gleich nach zwei Minuten Filmlaufzeit wurde mir eines bewusst: What the flip, sieht das alles gut aus! Könnt ihr euch noch an Sucker Punch von Zack Snyder erinnern? Klar, da haben sich die Geister geschieden, aber bei einer Sache waren sich alle eins: Der Film war fantastisch gemacht. So ist es auch bei Avengers. Slow Motion-Szenen wurden dünn gestreut, haben die Situationen dafür aber perfekt untermalt. One-Liner, die mich normalerweise in jedem Film mehr als nur ankotzen, weil sie wirken, als könnte der Autor seine Charaktere nicht auf andere Weise smart und furchtlos erscheinen lassen, machen hier einfach nur Spaß. Ich hatte regelmäßig etwas zu lachen.

Der Actiongehalt selber war anfänglich klein dosiert in die Einleitung der Story eingewoben, spitzte sich aber gegen Ende mehr und mehr zu. Da hat es Marvel eben leichter. Der Zuschauer weiß bereits, dass die Helden hier anständig Schmackes und überdurchschnittliche Intelligenz mitbringen und müssen es nicht erst durch unnötige Szenen beweisen.

Marvel's Avengers: Age Of UltronHulkbusterPh: Film Frame©Marvel 2015

Ironman – Hulkbuster © 2015 Avengers: Age of Ultron – The Walt Disney Company

Muss man sich immer treu bleiben?

Wenn ich mir einen Film anschaue, hab ich immer Honest Movie Trailer oder Everything Wrong With als Schulterengel im Kinosaal dabei. Es ist schwer auszubalancieren, worauf man jetzt als Kritiker wirklich zu schauen hat. Soll ich mich dem Film anpassen? Actionfilm, also Hirn aus? Oder soll ich darauf achten, dass die Avengers nach all den Memes im Internet immer noch ohne Headset oder ähnlichen miteinander kommunizieren als würden sie sich gegenüber stehen? Solche Fehler werden immer enthalten sein und fallen mir bloß negativ auf, wenn sie entscheidende Szenen in vorgesehene Richtungen zwingen oder vielleicht einfach nur superklug wirken wollen, in Wirklichkeit aber schlampige Recherche bezeugen.

Der Statist, war das Brad Pitt? Nein? Schade

1/4

Was haltet ihr von Filmen wie Love Actually, Sin City, Tropic Thunder, Expandables und ähnlichen Mash Ups? Versalzen zu viel Köche wirklich den Brei? Avengers ist nämlich definitiv einer davon. Der Cast verdoppelt sich beinahe und bringt Schauspieler hinzu, mit denen kein Mensch bislang gerechnet hätt, sie jemals in Verbindung mit Marvel bringen zu können. Eine Empfehlung meinerseits: Schaut euch maximal den Trailer an, ignoriert IMDb und ähnliche Seiten und lasst euch überraschen. Wer nicht allzu leicht zu erkennen war (Bsp.: Ultron selbst) kann nachher immer noch gegoogelt werden.

Fazit:

Ich weiß, dass ich den Film durchgehend gelobt habe und das den einen oder anderen Leser schnell skeptisch werden lässt. Mir fällt aber tatsächlich nichts ein, das mir auch nur für eine Sekunde das Filmerlebnis madig gemacht haben würde. Ich empfehle auf jeden Fall -als jemand der die „Filmerfahrungen des neuen Zeitalters“ gar nicht ausstehen kann – Avengers 2 in 3D zu genießen. Das zahlt sich absolut aus!

Mehr Infos zu „Ultron“ findet ihr auch in unserem Beitrag „MARVELlous Stories – Issue #1

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