Star Wars Identities oder welche Mächte formen dich

Kaum zurück vom VIP-Opening sitze ich schon am Computer und haue in die Tasten, um euch gleich zu berichten, was ich so alles in der Star Wars Identities Ausstellung erlebt habe. Zuallererst einmal muss ich von dem grandiosen Drumherum berichten, das es bei der Eröffnung gegeben hat. Neben Darth Vader und einigen Stormtroopern sind wir mit allerlei Getränken und großartigem Fingerfood versorgt werden. Wer kann von sich schon behaupten einen R2D2 Burger, einen Darth Vader (schwarze Tortelloni), eine Prinzessin Leia (Pestoschnecke) oder einen Stormtrooper (weißes Schokomousse mit Sternenstaub) gegessen zu haben? J Das Catering war also Top, man merkt, dass dem Veranstalter diese Ausstellung wichtig ist. Nach Promis habe ich allerdings erfolglos Ausschau gehalten, aber die sollten dabei ohnehin nicht im Mittelpunkt stehen. Aber natürlich habe ich nicht nur geschlemmt, sondern mir auch ganz entspannt die Ausstellung angesehen und mir dabei die Frage gestellt: Welche Mächte formen mich?

12367050_1002822303094625_1907799709_n

Interaktive Mitmachausstellung

Gleich zu Beginn bekommt man zwei Dinge ausgehändigt, zum einen einen Audioguide, der mal mehr und mal weniger gut funktioniert hat, und zum anderen eine Funk-Armband. Ersteres diente dazu bei verschiedenen Objekten mehr darüber zu erfahren. Beispielsweise gab es einige Videoclips, deren Ton man nur durch die Lautsprecher hören konnte. Bei manchen Charakteren etwa, lieferte der Guide weiteres Hintergrundwissen. Besonders interessant war die Verwendung des Funk-Armbands. Der rote Faden, der sich durch die Ausstellung zieht, ist nämlich die Überlegung, warum sich Luke und Anakin für zwei unterschiedliche Seiten entschieden haben, obwohl sie sich doch so ähnlich sind. Die Ausstellung versucht daher die Frage zu beantworten, welche Mächte uns formen. In kurzen Videoclips zeigt sie dabei, nach wissenschaftlichen Erkenntnissen, was uns zu dem macht, wer wir sind. Diese Fakten sind dabei ungemein spannend und haben mich eigentlich mehr begeistert, als die ganzen Filmrequisiten. Man erfährt nämlich nicht nur, wie sich die Persönlichkeit eines Menschen bildet, sondern man kann auch selbst aktiv werden und seine/n eigene/n Star Wars Helden/in kreieren. Dazu wird das Band benötigt, das alle Daten speichert. An cirka 10 Stationen kann man also nach Lust und Laune seinen eigenen Charakter zusammenbasteln und am Ende der Ausstellung gleich auf seine Emailadresse schicken lassen.

SPECIES

Mir hat das so viel Spaß gemacht, dass ich am liebsten gleich noch eine Figur erstellt hätte, aber eigentlich war im mit meiner Kreation, einer Togruta Jedi-Meisterin, sehr zufrieden 🙂

Requisiten, die Erinnerungen wachrufen

CHEWBACCA_FRIENDS

Die eigentlichen Herzstücke der Ausstellung sind aber natürlich die ganzen Filmrequisiten, da reihen sich Original Modelle diverser Raumschiffe neben allerlei bekannte Kostüme, die gleich Erinnerungen wachrufen. C3PO ist ebenso anzutreffen, wie der kleine BB8 aus dem neuen Teil. Interessanterweise verlieren manche Objekte beim genauern Hinsehen aber ihren Zauber, da sie nun nicht mehr so „echt“ wirken, wie im Film, sondern eher nach Plastik aussehen (besonders bei Anakins Pod Racer ist dies zu merken). Trotzdem wurde sich bei der Auswahl echt Mühe gegeben, obwohl ich auch ein paar Stücke, vor allem Kostüme, vermisst habe. Daneben gibt es noch eine Menge Modelle und Zeichnungen, die ich besonders großartig fand. Gerade die ersten Skizzen zu Yoda haben mich schmunzeln lassen, sah er doch ursprünglich wie ein Schrebergartenzwerg aus 🙂

Fazit

Star Wars Fans haben eigentlich gar keine Wahl, der Besuch der Ausstellung ist Pflicht! Auch wenn der Preis von mehr als 20 Euro nicht gerade wenig ist, aber ich finde, dass der Preis in Anbetracht der Tatsachen doch auch gerecht ist. Man muss sich schon mindestens 60-90 Minuten Zeit nehmen um die Ausstellung wirklich genießen zu können. Man taucht völlig ein in den funkelnde Star Wars Welt und lässt sich mit seinem Audioguide und dem Armband durch die Ausstellung leiten. Und danach hat man doch tatsächlich das Gefühl auch etwas gelernt zu haben, und sei es auch nur über sich selbst 😉

TROOPERS

Star Wars Identities läuft bis 16.April im MAK (Museum für angewandte Kunst). Die Tickets sollten vorab gekauft werden, zu bedenken ist auch, dass es sogenannte Time Slots gibt, in denen man die Ausstellung betreten kann. Das ist sehr praktisch, da dadurch die Besucherzahlen ein wenig gesteuert werden können und man sich nicht durch die Ausstellung drängeln muss. 🙂

Ansonsten bleibt mir eigentlich nicht mehr viel zu sagen, schließt euch dem momentanen Star Wars Hype an, schaut den Film, besucht die Ausstellung und möge die Macht mit euch sein! 🙂

Comments

comments