Scream Queens oder Horror meets High School Movie

Viele neue Serien haben sich diesen Herbst angekündigt und als Serienjunkie, fühlt man sich zunächst etwas überfordert und weiß nicht, in welche Serien man hineinschnuppern sollte. Ich stelle euch daher einmal eine neue Serie vor, der ihr vielleicht eine Chance geben solltet, nämlich Scream Queens (ausgestrahlt seit September auf Fox). Der Trailer sah damals schon recht vielversprechend aus, skurrile Charaktere, ein Serienmörder, ein quietschbunte Ausstattung und bekannte SchauspielerInnen, allen voran Lea Michele und Jamie Lee Curtis, machten Lust auf mehr. Auch die Tatsache, dass die Serienmasterminds Ryan Murphy und Brad Falchak (Glee, American Horror Story) mit an Board sind, machte die Sache ungemein interessant.

Daher habe ich mich entschlossen, der Serie eine Chance zu geben und verfolge seither die Abenteuer der mordlustigen Studentinnen.

Skurrile Charaktere

Scream Queen

©2015 Fox Broadcasting Co.

Auf den ersten Blick ist die Story schnell erklärt, es geht um eine Studentenverbindung namens Kappa Kappa Tau, die ein Geheimnis mit sich trägt. Jede Folge kommt man dem Rätsel ein Stück näher, gleichzeitig wird eine Person ermordet, die mit den Studentinnen in irgendeiner Art und Weise in Verbindung steht. Die überlebenden Charaktere sowie die ZuschauerInnen müssen versuchen, den/die Mörder/in ausfindig zu machen. Soweit so gut, es erinnert vom Konzept her an die etwas ältere Serie „Harpers Island“, hat aber ansonsten rein gar nicht damit zu tun.

Die Serie lebt nämlich eigentlich nicht vom Fassen des Serienmörders, sondern ganz eindeutig von den skurrilen Charakteren und davon gibt es eine Menge. Besonders sticht dabei Emma Roberts hervor, die als Anführerin Chanel Oberlin die Oberzicke mimt. Auch gibt es ein Wiedersehen mit Lea Michele und Abigail Braslin, die ihre Rollen ebenfalls gekonnt exzentrisch spielt. Besonders auffällig ist auch Chanel #3 aka Billie Lourd aka Carrie Fishers (Princess Lea) Tochter. Als Hommage an ihre Mutter trägt ihr Charakter stets Ohrenwärmer, die an die berühmte Frisur ihrer Mutter erinnern. Bei den älteren SchauspielerInnen ist natürlich Jamie Lee Curtis zu erwähnen, die die exzentrische Cathy Munsch spielt.

All diese Charaktere formen die Serie und machen sie zu dem was sie ist, nämlich skurril. Wer damit etwas anfangen kann, wird seine Freude haben. Ich persönlich finde manche Personen schon sehr nervtötend, allen voran Emma Roberts, die man mit der Zeit einfach nicht mehr sehen und hören kann (auch wenn es zum Charakter passt).

Abgedrehte Story

SCREAM QUEENS: The Red Devil in the "Chainsaw" episode of SCREAM QUEENS airing Tuesday, Sept. 29 (9:00-10:00 PM ET/PT) on FOX. ©2015 Fox Broadcasting Co. Cr: Patti Perret/FOX.

©2015 Fox Broadcasting Co.

Abgesehen von den verrückten Charakteren gibt es natürlich noch die passende Story dazu. Ein Mysterium liegt hinter den Morden, das aufgeklärt werden soll und jede Folge denkt man, dass man nun einen entscheidenden Hinweis bekommen hat, der meistens aber gleich wieder zunichte gemacht wird. Natürlich ist die Handlung unrealistisch, klar sind die Morde extrem, das passt auch zu Serie, aber trotzdem ist es mir an manchen Stellen zu abgedreht. Etwa wenn die ermordeten Personen den anderen ProtagonistInen kaum zu fehlen scheinen. Es wurden weder eine Träne verdrückt, noch sind die Überlebenden besonders ängstlich in Anbetracht der Tatsache, dass sie von einem verrückten Mörder verfolgt werden. Die Handlung ist einfach genauso unrealistisch wie die Personenzeichnung und das führt dazu, dass man mit den Charakter eigentlich nicht mitfiebert. Ich war bei keinem der Morde mitgenommen oder habe gehofft, dass eine/r nicht stirbt. Im Gegenteil man hat überhaupt keinen Bezug dazu und das ist meiner Meinung nach der größte Schwachpunkt der Serie. Skurrilität ist gut, aber wenn es „too much“ wird, verliert der Zuseher den Bezug dazu und das ist hier eindeutig der Fall.

Fazit

Einen Blick ist diese Serie allemal wert, schon alleine wegen der guten Leistung der SchauspielerInnen. Trotzdem werden wohl nur die wenigsten daran kleben bleiben und das vielleicht auch nur, weil sie wissen wollen wer denn nun wirklich der/die MörderIn ist. Und das ist ein Pluspunkt der Serie, denn am Ende dieser Staffel werden wir Gewissheit haben, werde den Studentinnen nach dem Leben trachtet.  Dann werden nämlich die überlebenden Personen an einen anderen Ort verlegt und ein neues Unheil stört den Frieden. Das Konzept ist ähnlich wie bei American Horror Story, nur dass sich die Rollen nicht verändern.

Im Moment ist laut meines Wissens noch keine Ausstrahlung im deutschsprachigen Raum geplant, die Einschaltquoten in den USA haben sich derzeit bei 2,5 Mio. eingependelt. Es bleibt abzuwarten, ob es diese Serie auch nach Übersee schafft.

Aber wie gesagt, macht euch selbst ein Bild davon, mache werden es lieben, manche hassen, davon bin ich überzeugt J Lasst mich wissen, wie es euch gefallen hat!!

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