peppermint anime festival 2015 – Event reCapture

Zu einer Zeit in welcher Pokémon und Yugi-Oh!-der Film nur noch schwache Erinnerungsfragmente der Kindheit sind, kommt auf einmal peppermint anime und überrascht uns mit einem Highlight, das Fan-Herzen höher schlagen lässt: Anime im Kino!

peppermint anime festival 2015

Poster festival 2015

Poster peppermint anime festival 2015 © 2015 peppermint anime

 

Die Veranstalter haben mit der UCI-Kinowelt in der Millennium City eine gute Location gewählt, da dort nicht nur ausreichend Platz für die Filmerlebnisse war, sondern es auch noch eine breite Auswahl an Essens- und Shoppingmöglichkeiten gab.

Das Programm

Die Filme wurden in 2 Sälen vorgeführt (je zwei zur selben Zeit). Dadurch konnten so viele Filme wie möglich in einen Tag gepackt werden, was Käufern des Tagespasses schon etwas Ausdauer abverlangt (ähnlich einem Herr der Ringe-Marathon mit Untertitel). Das Programm war folgendermaßen aufgeteilt:

Saal 6:

10 Uhr – Fate/Stay Night
12 Uhr – OVA-Special (Mushishi-OVA, Cencoroll und Hotarubi no Mori e)
14:10 – Anohana – The Movie
16:20 – Madoka Magica – The Movie
18:30 – Steins;Gate: Fuka Ryouiki no Déjà vu
20:30 – Persona 3 – The Movie

Saal 7:

10 Uhr – After School Midnighters
12 Uhr – Sword Art Online (Extra Edition)
14:10 – Majokko Shimai no Yoyo to Nene
16:20 – Anime Mirai 2014
18:30 – Saint Young Men
20:30 – Terra Formars (uncut)

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(Filmposter in Programmreihenfolge – Grafik © 2015 peppermint anime)

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(Filmposter in Programmreihenfolge – Grafik © 2015 peppermint anime)

Meiner Meinung nach war bei diesem Programm wirklich für jeden etwas dabei. Und mit frühzeitiger Planung, konnte man sich problemlos von Saal zu Saal hanteln, um seine Helden auf der großen Leinwand zu sehen. Nur bei SAO nicht, da hier noch im vorangegangenen Jahr alle Plätze reserviert waren. Hype-Hype-Hurra!
Etwas nachteilig waren vielleicht die Untertitel, da alle Filme in OmU gezeigt wurden. Dadurch, dass die Leinwand ja um einiges größer ist als ein PC oder Fernseher, musste man sich in manchen Situationen einfach entscheiden, ob man jetzt die Subs unten liest oder sich ins Bild ziehen lässt. Aber das war wohl eines der geringsten Probleme.
Ein Manko gibt es allerdings an diesem Programm. Obwohl man dadurch einen Film hätte canceln müssen, so ging einem doch eine Mittagspause ab. Man konnte sich zwar in den 10-Minuten-Pausen Nachos, Popcorn und andere Snacks besorgen, doch für ein Mittagessen reichte die Zeit nie aus. Ein kleinen Für und Wieder.

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(Anime Serien in der Sliderreihenfolge: Terra Formars, Sword Art Online Extra, Steins;Gate: Fuka Ryouiki no Déjà vu, Saint Young Men, Persona 3 – The Movie, Mushishi-OVA, Majokko Shimai no Yoyo to Nene, Hotarubi no Mori e, Fate/Stay Night, Anohana – The Movie, Anime Mirai – Ooki, Anime Mirai – Harmonie, Anime Mirai – Chronos, Anime Mirai – Baroru , After School Midnighters)

Die Ticketpreise

Frühbucher der Tagespässe kamen wie immer am günstigsten davon, da dieses Ticket samt Gratis-Tasche grade mal €30,- kostete. Als Weihnachts-Special gab es den Pass noch um €35,- inkl. Tasche. Im 2. Kontingent kam man dann schon auf €45,- und eine Tasche gab’s nur noch nach Verfügbarkeit.
Wer sich nicht den ganzen Tag ins Kino setzen wollte, bekam die Möglichkeit für €10,- sich ein Ticket für einen bestimmten Film zu kaufen.

Die Festival-Tasche

Von Außen sieht die Tasche zwar aus wie eine tragbare Pro7MAXXX-Werbereklame, doch damit kann man gut leben, wenn man die tollen Anime-Kärtchen erstmal entdeckt hat. Auch ein peppermint-Poster sowie eine Teilnehmer-Karte zum Gewinnspiel fand man darin. Da allerdings die österreichische Tasche etwas leerer war als die deutsche (Lieferprobleme), machten sich die Veranstalter die Mühe mit einer kleinen Überraschung. So kam jeder, der bis zur 20:30 Uhr-Vorstellung blieb, ein vierfach signiertes Poster von SAO 2, was nun wirklich jeden Fan die Schuhe ausgezogen hat.

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Die Trailer

Oh ja, es gab sie. Wie im richtigen Kino: Trailer. Angefangen bei einem der neueren Hits aus 2015 „Assassination Classroom“ über „Durarara 2“ hin zu „Gunslinger Stratos“ bis zu einer Manga-Werbung von „Saint Young Men“ kam man wieder mal in den Genuss von Anime-Anpreisung in der Öffentlichkeit. Eine Erfrischung, die es ruhig öfter geben könnte.

Die Stände

Natürlich konnte man sich auch in einen Mini-Kaufrausch stürzen, da es DVDs von Peppermint, Figuren und anderen tollen Anime-Schnickschnack zu kaufen gab. Auch eine kleine Leseecke (zB mit The Breaker, Assassination Classroom, Saint Young Men, die Sargprinzessin, All You Need Is Kill etc.) wurde bereitgestellt, wobei sicher gestellt wurde, dass niemand Mangas flaucht, indem man €10-Pfand pro Band verlangte (schlaue Burschen waren da am Werke).

Der Ablauf

Mit minimal verspätetem Einlass wurde man je nach Bestellnummer des eigenen Tickets den Kassen zugeteilt, was die Ausgabe um einiges beschleunigte (sofern man die richtige Kassa mal gefunden hatte). Dort bekam man auch gleich die Tasche und die Saalreservierungen (wenn man zuvor eine gemacht hatte). Man bekam sein Armband (das mich schon sehr stark an ein Krankenhausbändchen erinnerte…) und schon konnte man zu den Sälen. Da man freie Platzwahl hatte und es wirklich keinerlei Streitigkeiten um Lieblingsplätze gab, wirkte von Anfang an die gesamte Veranstaltung gelungen. Klar gab es zwischendurch zB Kleinkinderlachen, wenn in Mushishi das Wort „Mushi“ fiel oder in SAO, eine gewisse Szene zu Halbzweideutungen führen konnte … Aber als Anime-Fan ist man es bereits gewohnt eher auf der kindlicheren Seite zu stehen, nicht wahr?
Zwischen den Vorstellungen wurden jedes Mal die Säle geräumt, um kurz sauber zu machen und um den Einzelfilm-Ticket-Käufer auch gute Sitzplätze zu ermöglichen. Somit fand ich die Räumung nicht nur gut durchdacht sondern auch notwendig.
Vor Fate/Stay wurden wir im größeren der beiden Säle vom Veranstalter begrüßt, was ich als nette Geste empfand. Wir wurden auch nochmal auf das Gewinnspiel aufmerksam gemacht, sowie auf den Cosplay-Wettbewerb. An dieser Stelle mal kurz ein Lob an alle, die sich mit Perücke die Filme reingezogen haben (ich hätte sie mir nach 5-Minuten vom Kopf gerissen).
Bis zum letzten Film verlief alles reibungslos, auch wenn der Input etwas heftig war.

Fazit

Trotz anfänglicher Unsicherheiten wie so ein Anime-Kinotag wohl ablaufen würde, war ich letztendlich positiv überrascht wie gut das Festival angekommen ist. Top Location, Top Mitarbeiter, Top Management. An der Atmosphäre wäre mir nichts Negatives aufgefallen. Auch war das Event um diese Jahreszeit eine tolle Überbrückung, während der Convention losen Monate.
Somit würde ich jederzeit wieder auf einer Veranstaltung dieser Art gehen, denn es ist eine Sache sich Anime daheim allein anzusehen, aber eine ganz andere die Freude darüber mit 100 anderen Leuten gleichzeitig zu teilen.

(Banner und Screenshots wurden von peppermint anime zur Verfügung gestellt)

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