ONE OK ROCK – Konzert München

Eine japanische Band, auf die man in der Playlist kaum verzichten kann. Von rockigen Light-Screams bis hin zu Goosebumps-Balladen haben sie alles, was ein Musikerherz begehrt.

 

Die Band

Die 2005 gegründete Band bestand anfangs aus vier Oberschülern, die mittlerweile in ihren Mittzwanzigern stehen. Taka, der Vocalist, trat allerdings erst 2006 der Band bei.

Der Bandname wurde vom englischen one o’clock, abgeleitet, welche die Uhrzeit war, zu welcher die Jungs probten. Da es im Japanischem bekanntlich keinen Unterschied zwischen dem ausgesprochenen L und dem ausgesprochenen R gibt, änderten sie o’clock zu o’crock bzw. o’krock, welches dann zu ONE OK ROCK wurde. Was natürlich für jeden sofort nachvollziehbar ist – oder auch nicht …

Jedenfalls machte ihre Debütsingle Naihi Shinsho relativ schnell die Runde und auch ihr Debütalbum Zeitakubyō gewann schnell seine Fans.

Die Doppel-Single Re:make/NO SCARED wurde als Themensong zum Game Black Rock Shooter verwendet. Ab diesem Zeitpunkt wurde ihre Karriere prägnanter. Auch zu DmC: Devil May Cry steuerten sie die Single Nothing helps bei.

Kenshin-Fans dürfte nicht entgangen sein, dass ONE OK ROCK mit The Beginning den Ending-Song des ersten Real-Movies beigesteuert haben. Auch für den zweiten und dritten Film bringen sie uns mit Mighty Long Fall einen neuen Titel.

Letztes Jahr gab es in ausgewählten Kinos den Dokumentarfilm Fool Cool Rock zu sehen, wo über ihre Asien-/Europatour berichtet wurde.

(Quelle: Groupie-Wissen und http://de.wikipedia.org/wiki/One_Ok_Rock)

 

Live in München

Die Location

Seit 2013 ist die Band auf dem besten Wege international Karriere zu machen. So kam es auch dazu, dass sie bereits ihre zweite Europa-Tournee gestartet haben, wobei vier ihrer Konzerte innerhalb von Minuten ausverkauft war. Mit München entschieden sie sich auch für einen Ort, der uns Österreichern praktisch zugänglich ist.

Die Location, die Theaterfabrik, sollte man am besten kennen oder sich den besch*** … Sorry, den bescheidenen Weg dorthin erklären lassen – oder wenn jemand ganz intelligent ist druckt er/sie sich einen Google Maps-Plan aus. Ohne Orientierung oder Internet irrt man herum und findet sich plötzlich in der gut belebten Nightclub-Szene Münchens wider, die gleich an die Theaterfabrik anschließt. Jedoch gibt es keinen Übergang zwischen diesen Plätzen – und das muss man erst mal herausfinden …

Die Theaterfabrik befindet sich letztendlich ziemlich weit hinter einem Parkplatz und leuchtet einem in grellem Grün entgegen – also kaum zu übersehen. Die Warteschlange war zwar ewig lang, jedoch ging der Einlass schnell und unkompliziert. Drinnen folgt man am besten der Crowd, um zum Saal zu kommen, denn das klingt einfacher als es letztendlich ist.

Die Vorband(s)

Einen kleinen Schock bekam ich, als statt einer angekündigten Band auf einmal eine zweite aus der Dunkelheit sprang. Doch mein Missmut legte sich schnell wieder, denn Tonight Alive als auch Mallory Knox waren ganz angenehme Rockbands, die jetzt nicht groß was hermachten, aber auch keinen Ohrenkrebs verursachten. Alle mal ein Reinschnuppern wert.

Das Konzert

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Wie Fans bereits wissen, hat Taka eine einmalige Stimme. Und dass er eine wirklich gute englische Aussprache hat, schiebt die Band noch ein gutes Stück weiter Richtung Erfolg. Von seiner Live-Performance können sich auch noch ein paar andere Bands eine Scheibe abschneiden.

ONE OK ROCK kam mit einer scheinbar sorgfältig ausgewählten (für die meisten Europäer verständliche) Setlist, da die Songs sehr englisch-lastig waren.

Die Stimmung schoss innerhalb von Sekunden in unglaubliche Höhen. Die Band war erstaunt darüber, wie gut ihr Publikum die Texte mitsingen konnte.

Doch mit „Mitarbeiten“ sah es eher mager aus. Seitens Taka gab es die Aufforderung einen Circle Pitt zu machen, was jedoch stur ignoriert wurde … Schade, denn die gelungene Metal-Einlage zu Mighty Long Fall hatte echt ihren Reiz dazu. Auch Decision, was gemeinsam mit Mighty Long Fall als Doppel-Single für ihr 2015er-Album erschienen ist, wurde beinah perfekt aufgeführt.

Die Jams wurden sowohl von Ryota (Bass) und Tomoya (Drums) zum Besten gebracht und waren keine Sekunde überflüssig oder störend. Ryota zeigte während des gesamten Konzerts über stolz seine nackte, tätowierte Brust, was er sich seit Zankyo Reference (ihrem 5. Album) zur Angewohnheit hat werden lassen.

Letztendlich hätte ich mir gewünscht, noch ein paar mehr Titel wie zB Liar oder Living Dolls zu hören, denn ihr Auftritt dauerte gerade mal etwas über eine Stunde. Manche werden nun vielleicht denken, dass der Aufwand, extra dafür nach München zu fahren, etwas viel war … Aber! Es hat sich definitiv gelohnt und ich will keine Sekunde davon missen.

Zum Schluss noch die Setlist ihres Konzerts:

  • Intro Jam (w/o Taka)
  • Deeper Deeper
  • Nothing Helps
  • Re:make
  • Clock Strikes
  • Jam sesh (w/o Taka)
  • Mighty Long Fall
  • Acoustic Part
  • Be the light
  • Decision
  • NO SCARED
  • The Beginning
  • Wherever you are

Wer jetzt in Erwägung zieht ihren unerschütterlich guten Stil in sein Herz zu lassen, der tut recht darin, denn ONE OK ROCK ist eine Band, die man auf jeden Fall kennen (und lieben) sollte.

 

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