Neuer Shounen Manga: Stealth Symphony

Neuheiten am Mangamarkt gibt es am laufenden Band. Manchmal erwartet man mehr, manchmal erwartet man weniger.
Bei Amano Youichis neuer Shounenserie Stealth Symphony habe ich mir einiges erwartet.
Amano Youichi ist vor allem für sein China-Fantasy-Abenteuer Akaboshi – Ibun Suikoden, das genauso wie Stealth Symphony in der Weekly Shounen Jump erschien. Amano hat im Laufe seiner Karriere als Mangaka relativ wenige Mangaserien veröffentlicht. Wie die meisten hat er zuerst nach und nach sogenannte One-Shots rausgebracht, die natürlich eine gewisse Grundbasis für das Mangaka-Dasein bilden können.
Ich habe Akaboshi vor Jahren gelesen und empfand es vor allem optisch als überaus wertvoll. Deshalb musste ich bei Stealth Symphony einfach einen Blick riskieren.
Als ich aber las, dass der Autor der Geschichte diesmal nicht Amano selbst sei, war ich enorm überrascht, denn für den Inhalt des Mangas ist niemand anderes als Narita Ryohgo verantwortlich.
Einige von euch werden bestimmt im ersten Moment nichts mit dem Namen anfangen können. Narita Ryohgo ist ein japanischer Light Novel-Autor, der vor allem durch seine Werke Baccano! und Durarara!! bekannt geworden ist.
Ich persönliche empfinde Baccano! als einen der besten Anime, die ich je gesehen habe. Alleine aus diesem Grund blieb mir nicht anderes übrig: Stealth Symphony muss gelesen werden!

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Stealth Symphony handelt von dem jungen Jig, der mit einem Fluch leben muss, der seinen Rücken ziert. Jig lebt in einer Welt, in der Elfen, Zwerge, Cyborgs und andere Kreaturen keine Seltenheit sind. Um sich von dem Fluch auf seinem Rücken zu befreien, macht sich der junge Mann in der Stadt Jinbocho auf die Suche nach jemanden, der ihm helfen kann.
Jinbocho ist voll von Organisationen, die Jig im Laufe der Zeit bei seiner Suche nach Hilfe entweder behindern oder helfen.
So lernt er auch Yabusama Toroma kennen, der sich selbst als unsichtbarer Mann vorstellt. Tatsächlich sieht man von Toroma nichts, weshalb er ständig eine Maske trägt, damit man zumindest erkennen kann, wo er sich gerade befindet.
Was Jig aber zu Beginn nicht weiß: Toroma ist zwar unsichtbar, aber kein Mensch – wie sich später herausstellt.

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Bisher sind gerade mal acht Kapitel in der Weekly Shounen Jump erschienen. Man kann über den eigentlichen Verlauf der Serie noch nicht viel sagen. Ebenso die Beziehungen der Charaktere zu einander sind noch etwas unklar.
Man weiß nicht, ob Jig und Toroma tatsächlich Freunde sind oder nicht – was einem natürlich umso mehr dazu verleitet, weiter zu lesen.
Erkennbar ist aber jetzt schon, dass Stealth Symphony in einem sehr raschen Tempo seine Handlung erzählt. Es wird mehr auf das Optische gebaut, das nach meinem Empfinden sehr shounen-typisch ist. Der Zeichenstil ist wirklich ansprechend, nicht übertrieben, sorgt für einen gewissen humoristischen Ansatz und bietet eigentlich genau das, was man von einer Shounen-Jump-Serie erwartet.
Es handelt sich hierbei auf keinen Fall um ein Meisterwerk der Mangakunst, aber deshalb muss die Serie nicht langweilen. Für den ein oder anderen mag der Manga auch etwas zu plump sein. Die Handlung ist definitiv nichts für sehr anspruchsvolle Mangafreunde. Aber schließlich soll Stealth Symphony vor allem junge Leser, die sich einfach simpel unterhalten fühlen wollen, ansprechen.

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Spaß hatte ich durchaus beim Lesen der ersten Kapitel und selbstverständlich werde ich den Manga weiterverfolgen.
Vielleicht versucht ihr es auch mal mit Stealth Symphony und macht euch am besten selbst ein Bild davon!

Haru

[Grafiken © Shueisha]

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