Monster Hunter Chronicles Part IV – Die vierte Generation

Und damit herzlich willkommen zum vierten Teil der „Monster Hunter Chronicles“. Wir haben uns in den letzten Wochen die erste Generation, die zweite Generation und sogar die dritte Generation gemeinsam angeschaut. Aber jetzt wird es endlich einmal Zeit, in die aktuelle Phase zu kommen. In diesem Teil des Artikels geht es um die aktuelle Generation, die vierte Generation und ihre beiden Vertreter: „Monster Hunter 4“ und „Monster Hunter 4: Ultimate“.  Auch diese Generation brachte viele Erneuerungen und Änderungen mit sich. Welche genau das sind und wie es sich auf die Spielwelt ausgewirkt hat, das sehen wir uns hier jetzt an. Also dann, viel Spaß mit „Monster Hunter Chronicles – Part IV“.

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Monster Hunter IV

„Monster Hunter 4“ ist der offizielle Nachfolger von „Monster Hunter 3“ und der erste Ableger der vierten Generation. Und auch dieses Spiel erschien exklusiv für den 3DS, genau wie „Monster Hunter 3: Ultimate“ davor. Auch gehört dieser Ableger (mal wieder) zu den Exklusivtiteln: Es erschien im Jahre 2013 ausschließlich in Japan und Südkorea. Alle anderen mussten sich bis 2015 für „Monster Hunter 4: Ultimate“ gedulden. Ich persönlich habe bis 2015 von diesem Spiel deshalb lediglich Geschichten gehört und Videos gesehen (und natürlich den epischen Soundtrack gehört), was mich ehrlich gesagt ein wenig enttäuscht hat.

„Monster Hunter 4“ ist mitunter das erste Spiel der Serie, das sich wirklich und wahrhaftig auf eine Story zu konzentrieren scheint. Ich weiß, die Jagd auf den Tigrex in „Monster Hunter Freedom 2“ hatte einige Elemente, die Offline Quests in „Monster Hunter 3“ und „Monster Hunter 3: Ultimate“ hatten ein wenig Story, aber das ist nichts im Vergleich zu „Monster Hunter 4“. Jetzt könnte es zu einigen SPOILERN kommen, ihr wurdet gewarnt.

„Monster Hunter 4“ beginnt mit etwas, was die Serie noch nie hatte: Ein Tutorial Level, das sogar etwas mit dem eigentlichen Spiel zu tun hat. Und nicht nur das: Der erste Gegner, gegen den man im gesamten Spiel antritt ist ein Drachenältester und zwar der große Bruder von Jhen Mohran, Dah’ren Mohran.

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Man wird auch gleich in die nötigen Basisbewegungen eingewiesen und lernt auch gleich, wie man sich auf dem Sandschiff zu verhalten hat.

Nach einer sehr heftigen ersten Mission gelangt man auch schon in das erste Dorf…wie jetzt? Erstes Dorf? Ja, ihr habt richtig gelesen. In „Monster Hunter 4“ gibt es nicht ein, nicht zwei, sondern gleich vier Dörfer! Jedes ist auf seine Weise einzigartig und verfügt über Eigenschaften, die es sonst nirgendwo anders gibt.

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Während der Reise um die Welt ist das Hauptziel der Story, herauszufinden, was es mit dem seltsamen goldenen Splitter auf sich hat, den der Karawanenführer mit sich trägt und was er liebevoll „Das Dingsbums“ nennt. Jedes der Dörfer, durch das die Karawane reist, hat ein spezielles Problem, mit dem man sich beschäftigen muss. Dadurch werden auch die Quests freigeschaltet und aktiviert. So bekommen die dringenden Quests eine ganz neue Bedeutung, da sie dieses Mal wirklich dringend sind und man nach deren Abschluss auch eine echte Veränderung bemerkt.

Während des Ablaufs der Story trifft man hin und wieder auf eine Gruppe Jäger, die geschickt wurden, um das mysteriöse Monster, den Gore Magala, zu erforschen. Gore Magala stellt in diesem Spiel auch das Flagship Monster dar. Durch mehrere Vorfälle steht man dem Gore Magala schließlich selbst gegenüber.

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Doch das ist noch nicht das Ende: Nachdem man den Gore Magala bezwungen hat, gilt es immer noch, herauszufinden, was es mit dem goldenen Splitter auf sich hat. So begibt man sich ins letzte Dorf, das am Fuße des Himmelsberges steht. Dort wird man mit etwas konfrontiert, das man allgemein als „Virus“ oder „Frenzy Virus“ bekannt ist. Das ist so eine Art Zombievirus der „Monster Hunter“ Welt, durch den infizierte Monster zu stärkerer Kraft gelangen. Der Spieler selbst kann ebenfalls davon betroffen werden und es zu seinem Vorteil ausnutzen. Ansonsten stellt das Virus seinen Untergang dar, wenn er nichts dagegen tut.

Auf dem Himmelsberg kommt es schließlich zum finalen Kampf mit dem Drachenältesten Shagaru Magala, dem Auslöser des Virus, der sich aus dem davor erschlagenen Gore Magala (der ebenfalls über die Macht über das Virus verfügte) entwickelt hat. Dieses Monster ist auch der Endboss für den Offline Modus.

Abgesehen von der Story, sind auch andere neue Dinge dazugekommen. Ein Beispiel dafür ist der Erkundungsmodus. Da geht man als Jäger in ein spezielles Gebiet, den Immerwald, und stellt dort eben Erkundungen an. Das besondere an diesem Landstrich ist es, dass er sich immer verändert. Mal geht man diesen Weg, mal den anderen. Und es ist immer eine gerade Route. Man könnte meinen, es ist die fortgeschrittene Version des Moga Waldes aus der dritten Generation.

An neuen Gebieten fehlt es ebenfalls nicht. Außer einer Wüste ist alles vertreten. Es gibt zwar keines der alten Gebiete mehr, aber dafür bieten die gegenwärtigen mehr als genügend Abwechslung.

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Zudem ist das Interagieren mit der Umwelt viel dynamischer geworden. Man kann viel mehr Klettern. Jetzt war unser Jäger nicht nur Superman (kein Fallschaden), nicht nur Aquaman (wegen dem Unterwasserkampf) sondern auch noch Spiderman. Denn ganz ehrlich, ein wenig nach Spiderman sieht das schon aus.

Ein weiterer großer Fortschritt in Sachen Gameplay ist das Raufspringen auf Monster. Endlich, nach all der Zeit, hat Capcom das Feature eingebaut, dass man von einer erhöhten Position auf ein Monster raufspringen und es umwerfen kann, wenn man schnell und gut genug mit dem Knopfdrücken ist. Ich persönlich hatte einfach nur ein „Halleluja“ im Kopf, nachdem ich davon gehört habe! Und da es in „Monster Hunter 4: Ultimate“ noch beigelassen ist, kann ich es sehr oft und sehr gern anwenden!

Was mich allerdings ein bisschen negativ überrascht hat war, dass der Unterwasserkampf wieder weg ist (mal ehrlich, kann sich Capcom diesbezüglich mal entscheiden?). Und da es mit „Monster Hunter 4: Ultimate“ immer noch nicht da ist, könnte man davon ausgehen, dass es damit aus und vorbei ist…schade eigentlich. Ich mochte das Unterwassergameplay.

Die beiden Shakalakas Chacha und Kayamba wurden hier wieder durch die bekannten Felyne Kameraden ersetzt, doch keine Sorge: Sie sind jetzt viel dynamischer und besitzen eigene Persönlichkeiten. Ich weiß nicht, wie es in „Monster Hunter 4“ ist aber in „Monster Hunter 4: Ultimate“ kann man an die 32 Felyne Kameraden aufspüren und zuer Verfügung haben. Echt nice, muss ich sagen. Und vor allem: Da Capcom ja mit Nintendo zusammenarbeiten, haben sich einige interessante Features eingeschlichen.

Was man noch zum Gameplay sagen kann ist, dass Capcom es endlich geschafft hat, das Online Spielen auch auf dem 3DS möglich zu machen. So muss man sich jetzt keine extra Wii U anschaffen um das zu bewerkstelligen. Das freut mich persönlich sehr, denn ich fing schon richtig an, nach „Monster Hunter 3: Ultimate“ zu zweifeln.

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Natürlich mangelt es nicht an neuen Monstern. „Monster Hunter 4“ erlebte sogar die Einführung von ganzen drei neuen Rassen: Die Temnocerans (widerliche Spinnenmonster), die Amphibien wie den Tetsucabra und die Schlangenwyvern, wie den Najarala. Der Gore Magala fällt in die Klassifizierung „???“, merkwürdig, nicht wahr?

Aber auch in die bekannten Spezien wurden neue Wesen eingeführt. Der Endgame Boss für den Online Modus (dieses Mal wieder die Versammlungshalle) ist ein riesiger, schlangenartiger Drachenältester mit dem Namen „Dalmadur“.

Aber auch an alten Monstern fehlt es nicht. Einige längst vergessene Monster, wie Velocidrome oder Teostra erleben hier endlich ihr lang ersehntes Comeback. Auch der schwarze Fatalis und der rote Fatalis sind zurück. Mich persönlich hat es sehr gefreut, da es ein wenig „Old School Feeling“ in die ganze Sache mit einbringt.

Also, „Monster Hunter 4“ war auf jeden Fall ein sehr starker Start in die vierte Generation. Es hatte mehr Dynamik und mehr Spielelemente im Großen und Ganzen. Wollen wir doch mal sehen, was die Erweiterung mit sich bringt.

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Monster Hunter IV Ultimate

„Monster Hunter 4: Ultimate“, oder auch bekannt als „Monster Hunter 4 G“ ist die große Erweiterung von „Monster Hunter 4“, im Grunde genommen genau dasselbe, was „Monster Hunter 3: Ultimate“ für „Monster Hunter 3“ war.

Dieser Ableger der Serie kam im späten 2014 in Japan und im frühen 2015 international auf die Märkte, womit nun die ganze Welt Zugang zur vierten Generation hat. Allerdings hat Japan den Vorteil, dass die dortigen Spieler ihre Speicherdaten von „Monster Hunter 4“ in „Monster Hunter 4: Ultimate“ übertragen können, aber da „Monster Hunter 4“ exklusiv für Japan erschienen ist, ist dieses Feature bei uns leider nicht möglich.

„Monster Hunter 4: Ultimate“ brachte endlich die fehlende Wüstenlandschaft in die vierte Generation. Nun können die Spieler wieder auf den Dühnen ihr Unwesen treiben. Aber das war es auch schon mit den neuen Gebieten. Bei den Monstern sieht es allerdings anders aus.

 

In „Monster Hunter 4: Ultimate“ sind mehrere Vertreter aller vier Generationen dabei. Und es gibt so viele Comebacks von alten Bekannten, dass vor allem die Veteranen der Serie großen Spaß haben werden!  Es treten sehr viele alte Bekannte auf, aber allen voran der weiße Fatalis! Genau, der König ist zurück!

Es gibt auch 10 komplett neue Monster. 8 davon sind Subspecies, aber es gibt zwei wirklich neue: Zum einen das Flagship Monster Seregios und den neuen Endgame Boss Gogmazios, ein Drachenältester, der so hardcore ist, dass er einen ganzen Dragonator in sich stecken hat und immer noch fliegen kann.

Mit einer Gesamtzahl von 98 Monstern, gibt es in diesem Spiel sogar mehr Monster als in „Monster Hunter Freedom Unite“, welches 81 Monster hatte. Man könnte also meinen, das hier ist das nächste „Monster Hunter: Freedom Unite“.

Tja…so leid es mir auch tut…aber mehr gibt es nicht wirklich zu sagen. „Monster Hunter 4: Ultimate“ hat alles, was „Monster Hunter 4“ hat und nur ein paar kleine Änderungen, aber sehr viele Monster Comebacks. Ich persönlich würde es aber trotzdem empfehlen, insbesondere für Leute, die nicht in Japan oder Südkorea leben und deswegen erst jetzt Zugriff darauf haben. Ich persönlich gehe sogar soweit und sage, dass das hier meiner Meinung nach das bisher beste „Monster Hunter“ Spiel ist. Es hat einfach alles, was das Jägerherz begehrt, außer den Unterwasserkampf, aber das ist sehr verschmerzbar.

1. Ach was, warum schwätze ich herum, denn ihr könnt es ja selbst ausprobieren, ganz umsonst, und zwar durch zwei Möglichkeiten:Es gibt einen speziellen QR Code. Wenn man den mit dem 3DS scannt, dann kommt man auf die offizielle Seite, wo man die Demo für „Monster Hunter 4: Ultimate“ herunterladen kann.

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2. Wir selbst veranstalten in genau diesem Moment ein herrliches Gewinnspiel! Und der Preis ist…naja…ihr wisst ja noch, um was es hier geht, oder? Viel Spaß und meine persönlichen Glückwünsche an den Gewinner oder die Gewinnerin, es lohnt sich wirklich!

[Hier gehts zum Gewinnspiel]

Das wäre es auch mal wieder! Was ich sage ist, dass die vierte Generation wirklich einen Durchbruch, ein Inferno entfacht hat. Mindestens jetzt würde es mich nicht wundern, wenn überall immer und immer mehr Leute jagen gehen werden. Aber das ist ja noch nicht alles, was es in der Welt von „Monster Hunter“ gibt. Wir bleiben gespannt, was Capcom in der Zukunft noch zu bieten hat!

Im letzten Artikel…

Ja, Moment! Ihr dachtet doch wohl nicht, dass das hier das Ende ist! Nein, es gibt noch einen letzten, fünften Teil des Artikels „Monster Hunter Chronicles“. Dieser wird sich allerdings nicht mit den Generationen befassen. Worum es tatsächlich gehen wird, das erfahren wir beim nächsten Mal! Was hat die Welt von „Monster Hunter“ noch alles zu bieten? Das erfahren wir alle im nächsten und letzten Teil von „Monster Hunter Chronicles“!

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