Monster Hunter Chronicles Part II – Die Zweite Generation

Willkommen zurück bei den „Monster Hunter Chronicles“! Wie ihr euch vielleicht erinnern könnt, haben wir letztes Mal einen genauen Blick auf die allererste Spielegeneration der beliebten Capcom Serie geworfen. Nun, hier ist die Fortsetzung des Artikels, der zweite Teil! Dieser Part beschäftigt sich ausschließlich mit der zweiten Spielegeneration von „Monster Hunter“. Derjenige, der näheres zu den Anfängen und Hintergründen der Serie erfahren möchte, sollte den ersten Teil dieses großen Artikels lesen. Also, hier ist die zweite Generation der berühmten „hack-and-slash-strategy-adventure“ Serie „Monster Hunter“!

Monster Hunter II

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Nach dem gewaltigen Erfolg der ersten Generation auf dem japanischen Spielemarkt entschied sich Capcom, die Serie fortzuführen, und nicht nur das: Sie sollte besser werden und noch dynamischer sein als zuvor. Und so erschien im Jahre 2006, ganz exklusiv auf der Playstation 2, die offizielle Fortsetzung namens „Monster Hunter 2“. Leider sah dieses Spiel niemals einen Release anderswo in der Welt, da das Spiel außerhalb Japans zu dieser Zeit noch recht unbekannt war. Bis heute bleibt es ein Exklusivtitel für Japan.

Das allererste, was dem Spieler am Anfang dieses Spiels ins Auge sticht, ist das völlig neue Setting: Statt zum vierten Male nun das Dorf Kokoto zu betreten, spielt man jetzt im kleinen sonnigen Dorf Jumbo. Aber nicht nur der Ort des Geschehens, sondern die Optionen haben sich ebenfalls geändert: „Monster Hunter 2“ ist mit unter das einzige Spiel der Serie, wo sich die Jahreszeiten abwechseln. Dies wirkt sich insbesondere auf die Quests aus, die entweder im tiefen Süden oder im hohen Norden stattfinden. Ich persönlich weiß nicht, was ich davon halten soll, denn ich hab es nie gespielt, aber für ein wenig Realismus sorgt es in der Tat.  Etwas anderes hingegen, was dieses Spiel überdauert hat sind die Tag und Nacht Wechsel. In „Monster Hunter 2“ fanden sie aber unabhängig von der jeweiligen Quest statt. In den Nachfolgern war das nicht mehr so.

Grundlegend verändert wurden auch die Questgebiete: Bis auf ein paar spezielle Gebiete, wurden komplett neue Areale vorgestellt. Es gibt einen neuen Vulkan, einen neuen Dschungel, eine neue Wüste, etc. Zudem wurden in diesem Spiel auch die kalten Gebiete vorgestellt, wie zum Beispiel das Schneegebirge.

Eine der wohl ansprechendsten Erweiterungen ist mit Sicherheit die große Anzahl an neuen Monstern. Bereits existierende Monsterrassen wurden mit vielen neuen Individuen bereichert (vor allem die legendären Drachenältesten erlebten einen extremen Zuwachs), aber es wurden auch vollkommen neue Rassen erstmalig vorgestellt: Die pelzige, haarigen und durch und durch verhassten Pelaguse (die damals noch Primatus hießen, wenn ich mich nicht irre) und die Carapaceons (riesige krebsartige Wesen). Mit den vielen neuen Monstern erlebten „Veteranen“ der Serie also ebenfalls grundlegend neue Herausforderungen. Das sogenannte „Flagship“ Monster ist dieses Mal der Drachenälteste Kushala Daora, was ebenfalls eine Änderung ist, denn bis jetzt war das Flagship Monster ausschließlich ein Wyvern. Aber das End-game Boss Prinzip (Online Drachenältester) wurde mit dem riesigen Tentakelwesen Yama Tsukami eingehalten. Die größte Monster-Herausforderung stellt aber allem Anschein nach der weiße Fatalis dar, der bis zum heutigen Tag in Capcoms offiziellen Statistiken als das stärkste Monster der gesamten Serie angegeben wird.

Auch der Online – Modus ist abwechslungsreicher geworden. So ist der Onlineserver dieses Mal die Stadt Dondurma. Das besondere an dieser Stadt ist, dass sie selbst manchmal als Questschauplatz dient. Wenn es zum Beispiel gilt, einen Drachenältesten oder ein anderes großes Wesen abzuwehren, verteidigt man gemeinsam mit den anderen Jägern die Stadt.

Ich persönlich finde es sehr schade, dass dieses Spiel nicht nach Europa oder generell außerhalb Japans gelangte, es hatte viel Potential. Zum Glück aber hat Capcom sich später doch erweichen lassen und somit kam der nächste Ableger der Serie doch noch bei uns an.

Monster Hunter Freedom II

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“Monster Hunter Freedom 2” ist der nächste PSP Ableger der Serie. Genauso wie „Monster Hunter Freedom 1“ ist dieser Nachfolger eine gewaltige Erweiterung des zweiten Teils. Dieser jedoch erlebte einen internationalen Release. Veröffentlicht im Jahre 2007 (in Japan bekannt als „Monster Hunter Portable 2nd“) begeistert auch dieser Ableger die Fans und Veteranen der Spieleserie.

Anders als in „Monster Hunter Freedom 1“ spielt dieser Teil aber nicht im selben Dorf wie „Monster Hunter 2“. Die Offline Basis stellt dieses Mal das kleine verschneite Dorf Pokke dar. Grund dafür ist vermutlich die Einführung des neuen Flagship Monsters Tigrex, ein ziemlich hinterhältiges Wesen mit dem Temperament eines Berserkers, das vor dem Erscheinen des Deviljho in der dritten Generation eine Ikone des Frustes und der Angst für die Spieler verkörperte (für mich zumindest war es so).

Wie in „Monster Hunter Freedom 1“ wurden die Online Quests dieses Mal in die Versammlungshalle des Dorfes übertragen. Auffällig ist hier aber, dass die G-Rank Quests weggelassen wurden und somit auch der End-Game Boss. Diese Rolle übernahm jetzt ein riesiges Vulkanwesen namens Akantor.

Einige andere erwähnenswerte Änderungen sind die verbesserte Grafik, mehr Platz im Inventar, eine weitaus verbesserte Farm, neue Materialien und somit neue Waffen und Kleidung und einiges mehr. Ebenfalls als neues Feature traten die „Download Quests“ in Erscheinung (Quests, die man sich über das Internet downloaden kann). Ich persönlich war sehr glücklich mit diesem Ableger der Serie, jedoch hatte ich manchmal das Gefühl, das etwas fehlte. Dies wurde mir aber erst klar, als der nächste Ableger der Serie erschien.

Monster Hunter Freedom Unite

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Mit diesem Ableger der Serie hat sich Capcom wahrscheinlich gedacht, dass eine Erweiterung des zweiten Teils nicht ausreichen würde. Nein, jetzt gibt es eine Erweiterung der Erweiterung. „Monster Hunter Freedom Unite“ ist eine große Erweiterung von „Monster Hunter Freedom 2“. Veröffentlicht wurde es im Jahre 2009 (in Japan bekannt als „Monster Hunter Portable 2nd G“), ebenfalls exklusiv für die PSP, allerdings gibt es seit dem letzten Jahr eine IOS Version. Dieser Ableger ist mit Abstand einer der berühmtesten Monster Hunter Spiele, die es je aus Japan hinausgeschafft haben. Grund dafür ist wohl die Hinzufügung der viel besseren G-Rank Quests, sowie sehr vielen neuen Monstern. Die G-Rank Quests gibt es im übrigen nicht nur Online, sondern auch Offline. Natürlich sind die im Online Modus herausfordernder, aber die im Offline Modus sind auch nicht ohne.

Eine weitere große Änderung ist ein neues Gebiet, der große Wald. Dort trifft man auch auf das neue Flagship Monster: Den schwarzen, pantherartigen Nargacuga. Was aber insbesondere Veteranen der ersten Generation glücklich macht ist, dass alle Gebiete aus den ersten Teilen wieder eingefügt wurden, nur heißen sie anders (der Vulkan aus der ersten Generation heißt beispielsweise „alter Vulkan“).  Somit gab es viel mehr Gebiete zum erforschen, demnach auch mehr Abwechslung.

Neulinge der Serie durchleben in „Monster Hunter Freedom Unite“ alles, was in „Monster Hunter Freedom 2“ geschah. Für diejenigen, die „Monster Hunter Freedom 2“ bereits gespielt und nicht noch einmal alles von vorne machen wollen, kein Problem, denn man kann seinen Charakter aus dem Vorgänger importieren, mit allen Waffen, abgeschlossenen Quests und Materialien.

Ebenfalls ein neues Feature sind die Felyne Kameraden. Alleine muss der Jäger nicht mehr an den Offline Quests teilnehmen, denn nun kann man sich eines dieser pelzigen Katzenwesen mitnehmen. Ich würde sie nicht unterschätzen, denn mir persönlich haben sie sehr oft das Leben gerettet.

Außer dem Nargacuga gibt es generell viele neue Monster, darunter auch viele neue Subspecies und der neue End-Game Boss, Ukanlos. Zudem erlebte der Yama Tsukami endlich seine wohl verdiente Wiederkehr. Somit gab es in diesem Spiel so viele Monster, dass dem Jäger wahrlich nicht langweilig werden konnte, weil es zu eintönig ist, denn das ist nicht der Fall.

Für mich persönlich ist „Monster Hunter Freedom Unite“ der beste Teil der zweiten Generation. Es gibt einfach so viele Dinge, die man erledigen soll, so viele Monster zu erlegen, so viele Waffen und Rüstungen zu schmieden, dass dem Spieler wahrlich nicht langweilig wird.  Natürlich empfehle ich auch grundsätzlich die anderen Teile, denn jeder ist auf seine Weise besonders, aber der hier ist eben das Gelbe vom Ei, meiner Meinung nach.

Im Dritten Artikel…

Und damit wären wir auch schon am Ende des zweiten Teils dieses Artikels angekommen. Im dritten Teil beschäftigen wir uns spezifisch mit der dritten Generation von „Monster Hunter“ und die hat ebenfalls sehr viele tolle Dinge zu bieten. Ich persönlich finde, mit jeder Generation werden die Spiele besser. Tatsache ist: Capcom hat sich die Flamme der ersten Generation in der zweiten nicht nur bewahrt, sie hat sie weiter entfacht. Ob es in der dritten Generation zum erwarteten Feuer kommt erfahren wir nächste Woche und bleiben derweil gespannt. Natürlich spielen wir während dieser Zeit auch schön „Monster Hunter 4 Ultimate“, ich zumindest werde es tun.

© Alle in diesem Artikel verwendeten Logos sind Eigentum des japanischen Unternehmens Capcom

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