MAD MAX: FURY ROAD – Review

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Mad Max Fury Road ©2015 Warner Bros. Ent.

INHALT

Ein furchtsamer Warlord kommt dahinter, dass Furiosa (Charlize Theron) fünf  Sexsklavinnen/ Gebärmaschinen geholfen hat seiner Tyrannei zu entfliehen. Mit einem Liefertruck, dem schwer gepanzerten War Rig, und einer ganzen Ladung an kostbarem Wasser und Treibstoff, ändert sie schlagartig die Route um sich nach Osten aufzumachen. Ihr Ziel: Ihre Heimat, angeführt von den Müttern der Erde, wo Pflanzen noch gedeihen können, begleitet von der Message ‚Wir sind keine Gegenstände‘. Mit den Truppen des Herrschers Immortan Joe im Nacken und anderen Stämmen, die nach dem Liefergut lechzen, trifft Furiosa auf Max Rockatansky (Tom Hardy) und Nux (Nicholas Hoult). Max, nach einer Foltertortur durch Immortan Joe,  schließt sich ihrer Idee an und sieht in Furiosa die einzige Möglichkeit auf Freiheit und grünes Land.

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Mad Max Fury Road ©2015 Warner Bros. Ent.

 

REVIEW

George Miller, der auch die ersten beiden Mad Max Filme Ende der 70er und anfange der 80er erschaffen hatte, hat sich lang und gut auf Fury Road vorbereitet. Er hatte diesmal ein viel größerer Budget und ein ganz anderes Repertoir an SpecialEffekten und Stuntarbeit, die er in all seiner Bandbreite ausgenutzt hat. Die verrückten Steam-Punkrockartigen Charakterdesigns sind wirklich großartig gemacht. Immortan Joe, der einen Schutzpanzer trägt, um seinen nuklear verbrannten Körper zu schützen und mit einer Art externen Lunge über eine furchteinflößende Maske atmet und seine Haut seltsam gebleicht wirkt. Der E-Guitarist, der Joe’s Truppen mit einer Art metalligem War-Sound zum Kampf führt. Die Truppen selbst, die alle kahl und kalkweiß sind, die einem nordischen Glauben angehören und keine Furcht vor dem Tod haben, weil sie wissen, dass sie nach Valhalla kommen. Die Melkmaschinen, an denen Frauen hängen, um ihre kostbare Muttermilch zu sammeln. Joe’s kleiner Mini-Me. Andere Clan-anführer mit ihren eigenartigen Missbildungen. Sie alle sind das Produkt einer postnuklearen Welt, aus der sie nichts gelernt haben.  Nicht nur sie sind für Furiosa und Max eine Bedrohung, sondern auch gewaltige Sandstürme und Tornados, die die Steampunk-Vehikel schon mal in Stücke reißen können.

Die Actionszenen sind in ihrer Kameraführung, der Musik und ihrer Aufmachung so dermaßen nervenaufreibend, dass man sogar Angst um die Feinde bekommt. Man will nicht unbedingt sehen, wie sie unter die Räder kommen, wenn sie sich auf hohen Stelzen bei voller Fahrt von einem Auto zum nächsten hangeln. Es stellt sich heraus, dass Joe’s Truppen ihn wie einen Gott verehren und alles für ihn tun würden, selbst den Märtyrertod sterben.

FURY ROAD

Mad Max Fury Road ©2015 Warner Bros. Ent.

 

Überraschend ist, dass nicht Max die Mission leitet, sondern Imperator Furiosa, die nicht weniger Kampfsequenzen hat, als der Titelheld und das Motiv für die Vergeltung und Aktion bei ihr liegt. Charlize Theron ist der coolste weibliche Actionheld seit Sarah Connor aus ‚Terminator 2‘. Mit einem bionischen Arm und einem durchtrainierten Körperbau, versucht sie immer wieder aus dieser grausamen Welt auszubrechen, in der ihr Heimatstamm ein angenehmer Gegenpol darstellt.  Zwischen Max und ihr ist trotz der anfänglichen Kampfszene eine Sympathie da. Sie ist für ihn der Hoffnungsschimmer, er für sie ein Ruhepol auf der Suche nach ihrer Heimat. Tom Hardy hingegen als Max, agiert mehr durch Körpersprache. Er hat das schon in ‚The Dark Knight Rises‘ als Bane wunderbar bewiesen und auch hier hat er zu Beginn einen Maulkorb verpasst bekommen. Seine Stimme wirkt unrealistisch rauh und tief, unter Umständen wegen der trockenen Kehle und dem ewigen Sand in der Luft? Man weiß es nicht genau. Viel Text hat er nicht zu sagen, was ich etwas schade finde. Zweimal stammelt er süß dahin, als Furiosa ihn cool anspricht oder gibt kurze Kommentare ab, die mich zum Lachen gebracht haben. Tom Hardy ist definitv eine starke Präsenz in dieser Combo, die Charlize Theron offen willkommen heißt. Im Gegensatz zu Mel Gibsons Max, ist Tom Hardy mehr ein gequälter traumatisierter, stiller Held. Ich bin wirklich begeistert von ihrer Dynamik.

FURY ROAD

Mad Max Fury Road ©2015 Warner Bros. Ent.

 

Auch die fünf jungen Frauen in ihren braut-artigen Gewändern haben alle ihre individuellen Charaktere und ‚The Dag‘, die Hochschwangere Sexsklavin, hat verdammt coole Aktionszenen, von denen sich auch Max ziemlich beeindruckt zeigt.

Es sind zwei weitere Filme, eine Serie und ein Spiel geplant. Ein neues Franchise entsteht, das neben all den Existierenden, hoffentlich seinen Platz findet und wegen geringerem Budget und weniger guten Marketingstrategien nicht untergeht.

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Mad Max Fury Road ©2015 Warner Bros. Ent.

 

FAZIT:

Mad Max: Fury Road kann durchaus zukünftige Filme,was Stunts, Actionszenen und verrückte Settings mit originellen Charakteren angeht, positiv beeinflussen. Er zeigt extreme Szenarien in einer extremen Welt, in der die wahre Natur der Menschheit zum Vorschein kommt: Überleben.

George Millers Film leitet die diesjährige Blockbuster Sommersaison mit einer unglaublich hoch angesetzten Messlatte ein, von der ich zweifle, dass sie getoppt werden kann.

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