Lux’s Seal of Approval! – Verdict 5 Death Parade – Der Anime!

Wer hat sich nicht mal die Frage gestellt was eigentlich nach dem Tod mit uns passiert? Gehen wir in der Hölle? Oder waren wir so gut, dass der Himmel die Toren für uns öffnet? Glauben wir eher an Reinkarnation oder doch an das ewige Nichts? Fragen, die mit diesem Anime wenig zu tun haben. Es gab bereits einige Shows die das Thema Tod behandelt haben, aber Death Parade gehört zu den wenigen, die sich mit der Zwischenwelt beschäftigt. Ein Prozess zwischen Leben und Tod…

death-parade-poster

Eine kurze Plot-Sicht für den Anfang!

Nach dem Tod gehen Menschen entweder im Himmel oder in der Hölle, allerdings gibt es für einige Menschen Ausnahmen die stattdessen zu Quindecim geschickt werden. Eine Bar, geleitet von einem weißhaarigen “Arbiter” (Schiedsrichter/Vermittler) namens Decim. In seine eher luxuriöse und chillige Lounge Bar kommen üblicherweise zwei verstorbene Personen, die jedoch zu Kandidaten werden im Death Game. Dort müssen beide Teilnehmer ob sie wollen oder nicht, ein Spiel um ihr Leben spielen, denn sie selbst fühlen sich noch quick lebendig und tun natürlich alles damit das so bleibt, da sie keine Erinnerung an ihrem Tod haben. Zumindest wird das ihnen so vermittelt um sie an ihre Grenzen zu bringen und sich nicht zurückzuhalten. Die Aufgabe von Decim dem Arbiter ist es, die Teilnehmer zu beobachten und ihre wahre Natur zum Vorschein zu bringen um sie am Ende des Spiels beurteilen zu können. Je nach Beurteilung landen die Teilnehmer entweder in der “Void” (Hölle) oder werden zur Reinkarnation (Himmel) geschickt.

Death-Parade1

Kein Anime entsteht von selbst!

Das Studio Madhouse war für die Produktion zuständig. Sie waren ebenso verantwortlich für Ninja Scroll, Death Note, Trigun, Black Lagoon, Hellsing Ultimate, One-Punch Man und noch viele viele mehr. Lizensiert wurde die Show von Madman Entertainment und Funimation.

Death Parade wurde von Regisseur Yuzuru Tachikawa geleitet und geschrieben. Ausgestrahlt wurde es in Japan Januar 2015 bis März 2015. Die Serie verfügt über 12 Episoden.

Kulisse – Check! Sound – Check! Actors – Check! …Action!!!

Death-Billard

Es ist erstaunlich zu sehen wie die Welt aufgebaut ist. Charaktere werden des Öfteren sehr farbenfroh dargestellt, während die Umgebung durch die surreale Situation mit dunkleren Tönen und Schattierungen unterstrichen wird. Dabei werden oft blau oder lila Töne als Hauptkontrastfarben genommen. Die Charakterdesigns sind äußerst interessant, da man vor allem die zwei Haupttypen unterscheiden kann. Die Toten die sehr realistisch und menschlich aussehen, nichts ausgefallenes, während die Arbiter etwas sehr eigenes, Besonderes an sich haben. Sei es die Haarfarbe, Haarstyle oder auch ihre Augen – da sie auch eine bestimmte Rolle in dieser Serie spielen. Sie schauen nicht nur schön vom Design aus, vielmehr gefällt mir die Animation der Pupillen, die durch besondere Anlässe interessante Bewegungen machen. Besonders angetan hat mir die Animation wenn sie das Death Game starten und sich das ganze Set-Up bildet mit Rauchwolken, Rampenlichter, Explosionen, etc. Wahrlich eine bemerkenswerte Aufführung!

Das Opening ist einfach der Wahnsinn und macht richtig Bock mitzusingen. Ich hatte tagelang einen Ohrwurm und allein wenn ich jetzt wieder daran denke, höre ich die Musik in meinem Hinterkopf. Was besonders lustig ist, dass das Opening etwas ganz anderes ausstrahlt, als der eigentliche Anime, weil sie eher düstere Themen behandeln, aber das Opening dafür sehr fröhlich, schwungvoll und gelassen klingt.

Kurze Charakterübersicht:

Decim

Synchronsprecher: Tomoaki Maeno (japanisch), Alex Organ (englisch)

Der Weißhaarige Arbiter kommt während seiner Arbeit recht emotionslos und seriös rüber, einzige Momente an dem er etwas überrascht oder verwirrt aussieht ist, wenn etwas unvorhersehbares oder schockierendes passiert. Er achtet sehr auf seine Mannieren und ist stets respektvoll gegenüber allen Gästen. Obwohl er schon viele Jahre als Arbiter gearbeitet hat, mangeld es ihm an Verständnis  menschlicher Emotionen.

Black-haired woman

Synchronsprecher: Asami Seto (japanisch), Jamie Marchi (englisch)

Ein Mensch die unüblicherweise bei Quindecim aufgetaucht ist, jedoch keinerlei Erinnerungen an ihr früheres Leben oder ihren Namen hat und Decim somit die Frau nicht direkt beurteilen konnte. Stattdessen arbeitet sie als seine Assistentin, bis er zu einer Entscheidung kommt.

Nützliche Informationen für die neugierigen unter euch!

Die Show gehört zu den wenigen Anime, die keiner Adaption eines Manga oder Light Novels entstammt, sondern durch einen Short Film zu einem Anime wurde. Der Direktor dieser Serie – Yuzuru Tachikawa, nahm an dem Young Animator Training Project teil und produzierte seinen Short Film “Death Billiards”. Es kam so gut an, dass Madhouse dann mit Yuzuru Tachikawa zusammen daraus Death Parade entwickelt hat.

http://www.vap.co.jp/deathparade/

Es gibt ebenso eine englisch adaptierte Version auf Funimation oder Hulu, jedoch ist das Subscriber only (auf Hulu müsste man sogar in der USA leben).

Time for my Judgement!

Death-parade-episode-7-11

Sooo… kommen wir zum eigentlichen Punkt dieser Serie – nämlich zu meiner Empfehlung!

Ich muss zugeben, dass es sehr unterhaltsam war. Zum einen fand ich Decim als Judge sehr interessant und wie er immer zu seiner Entscheidung kommt, zum anderen machten mich auch die Gäste und ihre Geschichten sehr neugierig. Das ist auch etwas womit Death Parade am meisten punktet. Es ist so, als würde man selbst ein Spiel spielen. Das Spiel “herauszufinden wohin die Gäste am Ende geschickt werden“ – entweder in der Void oder zur Reinkarnation und dann dabei im Recht lag oder ob Decim sich anders als man selbst entschieden hat. Es ist ein sehr moralisches Spiel und ich mag das. Der Anime wirkt sehr episodisch, im Sinne von man hat das Gefühl, dass immer eine Geschichte zu Ende erzählt wird und in der nächsten Episode geht es um eine neue Geschichte. Das alles wird verschachtelt trotzdem als eine einzige Storyline erzählt, weil es sich ja eigentlich um diese Zwischenwelt handelt und wieso sie so fungiert wie sie nun mal fungiert. Was mich aber sehr gestört hat war, dass sie teilweise storybezogene Elemente angeführt, aber nie aufgeklärt haben, darauf eingegangen sind oder es teilweise ignoriert haben. Mich hätte halt persönlich interessiert wie diese  Welt aufgebaut ist, jedoch werde ich das wohl erst erfahren, wenn eine zweite Season sich ankündigt…was zurzeit schlecht aussieht. Nichtsdestoweniger ist es ein sehr sehr amüsanter Anime, schön chillig für den Abend mit interessanten Features. Und außerdem sind es nur 12 Folgen… Ich kann es auf jeden Fall empfehlen es sich zumindest einmal angeguckt zu haben, er ist definitiv besser als einige andere Anime die ich hier nicht nennen möchte. 😀

Und demnach kriegt der Anime von mir das Siegel:

Seal of Approval 5

Comments

comments