Lux’s Seal of Approval! – Verdict 3|Shigatsu wa Kimi no Uso aka Your lie in April – Der Anime!

Es gibt ja schon einige gute Musik-Anime in der ganzen Branche, jedoch wenige, die einen richtig fesseln und ein zufriedenes Gefühl hinterlassen. In diesem Beitrag geht es um eine sehr emotionale Show, die nicht nur die eigenen Charaktere staunen lässt, sondern auch ihre Zuschauer.

Eine kurze Plot-Sicht für den Anfang!

Your Lie in April Anime Poster

Shigatsu wa kimi no uso Poster – Copyright Crunchyroll/A-1 Pictures

Das Wunderkind Kousei Arima ist Pianist seitdem er klein war und dominierte daraufhin auch jeden Wettbewerb. Jeder minderjähriger Musiker kannte ihn, weshalb er sehr viele Fans und auch Rivalen hatte. Seine Zukunft war relativ sicher, vor allem durch die harte Erziehung und das unerbittliche Training der eigenen Mutter, die jedoch infolge einer Krankheit bald versterben würde. Aufgrund des daraus resultierenden Nervenzusammenbruchs, den er kurz danach in einem Wettbewerb bekommen hatte, verlor er dabei die Möglichkeit, dass eigene Pianospiel zu hören und verschloss sich allgemein vor der Musik-Welt.

Zwei Jahre sind seit dem Vorfall vergangen und sein eintöniges, farbloses Leben nimmt er sehr gelassen vor sich hin, da er speziell durch seine Kindheitsfreunde glücklich ist. Nichtsdestoweniger ist er sich seiner bedrückenden Situation sehr wohl bewusst, weshalb er diese Gefühle verschlossen  hält, indem er seinem Piano aus dem Weg geht.

Eine junge Violinistin will ihm durch ihre eigenbrötlerische Art  seine Zukunft zurückgeben und führt ihn zurück in die Welt der Musik, die ganz und gar nicht schwarz-weiß scheint, wie er sie immer vor Augen hatte!

Kein Anime entsteht von selbst!

Für die Produktion dieser Serie war das Anime Studio A-1 Pictures zuständig, die von Aniplex of America lizensiert wurde. Ihr kennt das Produktionsstudio bestimmt durch einige Shows wie: Black Butler, Fairy Tail, Blue Exorcist, Anohana, Sword Art Online oder Aldnoah.Zero.

Die Serie wurde von Regisseur Kyōhei Ishiguro geleitet und wurde von Takao Yoshioka  geschrieben. Ausgestrahlt wurde es in Japan Oktober 2014 bis März 2015. Die Serie verfügt über 22 Episoden.

Kulisse – Check! Sound – Check! Actors – Check! …Action!!!

Die Show hatte eine sehr warme Animation, mit viel Feingefühl für die Umgebung. Die Slow-Motion Bewegungen wie auch jede andere Bewegung sind genau richtig platziert, die Momente des Glücks perfekt inszeniert, genau wie das Funkeln der Augen wenn die Seele und die Träume der Charaktere sich darin spiegeln. Alles hat seinen richtigen Moment und Geschwindigkeit. Vor allem rockten die ganzen Musik-Szenen alles weg! Alles strahlte vor Enthusiasmus, Ehrgeiz, Stolz und Anmut. Ich kann mich an keine Szene erinnern wo ich keine Gänsehaut bekommen habe!

Der Soundtrack ist ebenso wunderschön! Zu jeder Situation die passende Musik im Hintergrund, die die Stimmung – obgleich traurig, fröhlich, ängstlich oder deprimierend, genau betont. Vor allem aber waren die Musik-Stücke die man immer wieder hören durfte (à dazu mehr unter „Nützliche Informationen“) einfach himmlisch. Kommt aber natürlich auch auf den Musikgeschmack jedes Einzelnen drauf an. Wer auf klassische Musik steht, der kann hier durchaus einen Fangasm (=Fan-Orgasmus) kriegen!

Kurze Charakterübersicht:

Kousei Arima

Synchronsprecher: Natsuki Hanae

Ein großartiger Pianist, der sehr großes Potential hat auch weltweit seine Karriere fortsetzen zu können. Nachdem er nicht mehr in der Lage war den Klang seines Piano zu hören, versuchte er seine musikalische Seite zu unterdrücken und sich als Person zu verschließen. Durch sein Trauma und daraus folgender Angstzustände nahm er die Welt mit monotonen Farben wahr. Nachdem er Kaori Miyazono kennengelernt hat, veränderte sich nach und nach alles in seinem Leben.

Kaori Miyazono

Synchronsprecher: Risa Taneda

Kaori ist eine sehr lebhafte, ambitionierte junge Violinistin die kein Blatt vor dem Mund nimmt. Als eine blonde Schönheit sticht sie sehr aus der Masse heraus, doch das was sie wirklich besonders macht, sind ihre voller Träume und Hoffnung schimmernden Augen und ihre freie Art mit der Violine zu spielen. Sie haltet sich ungern an die strikten Wettbewerbsregeln und macht aus dem Kompositionsstück ein eigenes Meisterwerk die ihren Charakter wiederspiegelt.

Tsubaki Sawabe

Synchronsprecher: Ayane Sakura

Die Braunhaarige ist die Kindheitsfreundin von Kousei und war stets an seiner Seite. Sie hat eine sehr burschikose Einstellung und spielt in der Schule Baseball. Als engste Freundin geht sie immer zu Kousei’s Aufführungen um ihn kräftig zu unterstützen. Andeutungen in Richtung Zuneigung kann man durch ihre Aktionen sowie Reaktionen erkennen.

Ryouta Watari

Synchronsprecher: Ryota Osaka

Der Kindheitsfreund von Kousei und Tsubaki und gleichzeitig Kapitän des Fußballteams der Schule. Er hat eine sehr offene und charmante Persönlichkeit, die mit viel Leichtsinnigkeit verbunden ist. Watari ist sehr beliebt unter den Schulmädchen und auch so scheint er ein ziemlicher Playboy zu sein. Wie auch Tsubaki, möchte er Kousei stets unterstützen.

Nützliche Informationen für die neugierigen unter euch!

Your_Lie_in_April_Manga_cover

[Manga Volume 1 Cover]

Wie fast alle Anime, entstammte dieses Werk einem gleichnamigen Manga die von 2011 bis Anfang 2015 lief. Geschrieben und illustriert wurde es von Naoshi Arakawa. Ein recht unbekannter Künstler der neben Your lie in April auch noch Sayonara Football und Tsumetai Kōsha no Toki wa Tomaru geschrieben und gezeichnet hat. Der Manga wurde von Kodansha in der Monthly Shōnen Magazine Ausgabe veröffentlicht und hat insgesamt 11 Bände.

Ebenso lief am 15. Mai 2015 ein OVA (Original Video Animation) als 23. Episode die von A-1 Pictures produziert wurde. Die Episoden mit englischem Untertitel sind zugänglich für alle Aniplex channel/hulu/crunchyroll Mitglieder.

Wer mehr über die Show wissen möchte, der kann sich mal die offizielle Website näher anschauen: http://www.yourlieinapril.com/index.html

Die Musikstücke die sie für die Wettbewerbe verwendet haben waren zum größten Teil von Künstlern wie: Ludwig Van Beethoven mit einige Sonata Nummern, Fritz Kreizler mit seinem Liebesleid, Frédéric Chopin mit seinen Étude Op. Stücken und einige mehr.

Time for my Judgement!

Sooo… kommen wir zum eigentlichen Punkt dieser Serie – nämlich zu meiner Empfehlung!

Da ich Musik-Genre bei Anime sehr mag, hatte diese Show von Anfang an einen Bonus bei mir. Allerdings auch hohe Erwartungen. Ich habe schon einiges gesehen und weiß, dass es ebenso auch schlechte Beispiele gibt, weshalb mein Erwartungsbalken schon sehr hoch angelegt wurde. Aber selbst durch diesen Druck, brauchte der Anime nicht mal eine Episode um mich sofort zu fesseln!

Natürlich stand der Fokus auch nicht nur auf die Musik selbst. Vielmehr ging es auch um den emotionalen Part zwischen den einzelnen Charakteren und jedes Individuum. Jeder Mensch bestreitet seinen Weg, der mehr oder weniger von Steinen blockiert wird. In manchen Situationen sogar von Felsen. Allerdings muss man das, was einem in den Weg gestellt wird, dennoch mit Ehrgeiz gegenübertreten und alles Mögliche tun um weiter nach vorne schreiten zu können. Ich finde, dass genau das den Anime so unfassbar gut macht. Ich konnte für jeden Charakter mitfühlen und alles nachvollziehen. Hegte Hoffnungen für fiktionale Figuren die eigentlich nicht existieren und dennoch wünschte ich mir insgeheim, dass alle ihr Ziel erreichen. Was eigentlich so gut wie nie bei mir passiert, aber wo die Show ebenso einen großen Pluspunkt kriegt ist, dass ich wirklich jeden Charakter mochte. Egal wie klein und unwichtig ihr Part in der ganzen Welt war, aber alle hatten auch gleichzeitig etwas Naives und doch Beneidenswertes an sich, was sich durch ihre Wünsche und Träume äußerte.

Kein Charakter kam meiner Meinung nach zu kurz. Jeder hatte seinen Anteil und man hatte das Gefühl, dass man jeden genug kennengelernt hat um die Person einschätzen zu können und eine Sympathie oder Antisympathie für sie zu entwickeln. Was ebenso toll war, dass sie immer wieder Zitate von großen Künstlern eingebaut haben, die zusätzliche Ebenen der  Bedeutungen und Interpretation ermöglichten und ich manchmal wirklich nur am Schwärmen war. Aber wie oben auch schon mal erwähnt, rockten insbesondere die ganzen Musik-Szenen! Ich habe die ganze Zeit mitgefiebert, war überrascht über die schöne Version des präsentierten Stückes und saß wie alle Zuschauer in der Serie da, mit großen bewundernden Augen, als säße ich selbst im Publikum!

Bevor ich aber noch weiter vor mir hin schwafle und noch was ausplaudere, sollte ich langsam auch dem Ende kommen. Zwei Sachen die mich zu meiner Beurteilung führten waren, erstens: Selbst wenn ich nicht nah am Wasser gebaut bin, aber ich hatte schon öfters Tränen in den Augen gehabt dank der Show, weil sie oft so berührend ist, dass man einfach nicht anders kann. Und zweitens: Allein durchs Gucken eines „Cartoons“ habe ich so viel Bock bekommen selbst ein Instrument spielen zu lernen und das soll bei meiner Faulheit schon was heißen!

Und demnach kriegt der Anime von mir das Siegel:

Seal of Approval 3

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