Lux’s Seal of Approval! – Verdict 2|Shirobako – Der Anime!

Gehört ihr auch zu den Menschen die sich immer wieder mal über bestimmte Sachen in Anime beschweren? Sachen wie „Diese Animation ist so komisch…“, „Wieso verschieben sie den Anime auf nächste Season?“, „Wieso schweift der Anime so vom Manga ab?!“, etc. oder gehört zu denen die sich eher fragen: „Wie entsteht überhaupt ein Anime?“. Dann könnte diese Show etwas für euch sein!

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Eine kurze Plot-Sicht für den Anfang!

Funny Story. Es geht um eine Gruppe Highschool-Mädchen die zugleich beste Freunde sind und ein gemeinschaftliches Interesse teilen, nämlich Anime. Durch ihren Animations-Club konnten sie erste Erfahrungen im Umgang mit der Anime Produktion sammeln, welches sich dann in dem Schulfestival gänzlich ausgezahlt und sie dazu motiviert hat, dies auch in Zukunft zu machen.

Als junge Erwachsene in dieser Gesellschaft und (fast) College-Absolventen, heißt dies erstmal einen Job zu sichern und so viel Wissen wie nur möglich mit auf dem Weg zu nehmen, um am Ende ihrem Ziel ihren Schulfestival-Anime professioneller zu reproduzieren, näher zu kommen. Jeder der Fünf verfolgt dabei auch zugleich ihr eigenes Interesse in den einzelnen Bereichen, wie die recht junge College-Studentin Midori Imai die die Rolle der Autorin einnehmen möchte, während die eher coole und jungenhafte Misa Tōdō für den Bereich 3DCG (3D Animation/Modellierung) zuständig ist. Dann gibt es noch die sehr ruhige und freundliche Ema Yasuhara die ihr Bestes in der Hauptanimation gibt und die ehrgeizige und zielstrebige Sakaki Shizuka dessen Traum es ist, in Zukunft als Synchronsprecher tätig zu sein.

Natürlich fehlt aber die Hauptprotagonistin in dieser Aufzählung, nämlich Aoi Miyamori, die eigentlich noch recht unschlüssig ist, welchen Part sie in der Produktion ausfüllen möchte, weshalb sie sich erstmal dazu entschlossen hat als Produktionsassistentin in der Musashino Animations Firma zu arbeiten. Dabei merkt sie recht schnell, dass es in der Schule durchaus einfacher war…


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Kein Anime entsteht von selbst!

Für die Produktion dieser Serie war sowohl Warner Entertainment Japan zuständig, als auch P.A. Works die die Animation übernahm. Man könnte P.A. Works durch ihre anderen Werke kennen, wie zum Beispiel: True Tears, Canaan, Angel Beats!, Another oder Glasslip. Natürlich haben sie noch in vielen anderen Anime mitgewirkt, jedoch waren dies die eigenproduzierten Werke.

Der Anime wurde von Regisseur Tsutomu Mizushima geleitet und wurde von Michiko Yokote geschrieben. Ausgestrahlt wurde es in Japan Oktober 2014 bis März 2015. Die Serie verfügt über 24 Episoden und wer Crunchyroll-Mitglied ist, der hat die Möglichkeit sich die Episoden dort reinzuziehen.

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Kulisse – Check! Sound – Check! Actors – Check! …Action!!!

An sich war die Animation recht sauber und modern. Keine zu grellen Farben, dennoch sehr kunterbunt, trotz der eher realistisch gestalteten Welt. Der Hintergrund war teilweise ziemlich detailliert ausgearbeitet, die Charaktere stachen erst durch die dezente Farb-Betonung heraus, da sie ebenso sehr adrett und trotzdem gleichzeitig schlicht gezeichnet wurden.

Was die Mucke angeht, so passt sie eigentlich gut zu der Serie, da sie einen eher chilligen und fröhlichen Takt hat. Oft werden die Soundtracks dann eingeführt, wenn es darum geht zu zeigen wie die Charaktere ihre Arbeit gerade ausführen und es deswegen dann als Zeitüberbrückung dienen soll, um nicht den Anschein zu erwecken man gucke sich gerade einen öden Film über Büroarbeit an, an dem man gerade Telefonat-Anrufe und Fax-Geräusche vernimmt. Auch wenn die Soundtracks mich teilweise an den Kauf-Modus von Die Sims erinnert haben…

Aoi Miyamori

Synchronsprecher: Juri Kimura

Als Protagonistin der Serie übernimmt sie die Rolle der noch sehr Unschlüssigen, die zurzeit auf der Suche nach ihrer Antwort ist, warum sie Anime so sehr liebt und welchen Bereich sie in Zukunft für ihr Anime übernehmen soll. Derzeit arbeitet sie als Produktionsassistentin der Firma Musashino Animation.

Sie hat einen sehr offenen und fröhlichen Charakter und gibt sich immer Mühe positiv zu denken, trotz der vielen Probleme der Firma und der manchmal unzuverlässigen Kollegen.

Ema Yasuhara

Synchronsprecher: Haruka Yoshimura

Arbeitet als Hauptanimatorin in derselben Firma wie Aoi Miyamori und hat am meisten Kontakt mit der Hauptprotagonistin.

Sie ist eine sehr zurückhaltende und schüchterne Person, an der es auch oftmals an Selbstbewusstsein mangelt, trotz allem gibt sie sich Mühe niemanden zu enttäuschen.

Misa Tōdō

Synchronsprecher: Asami Takano

Wie alle anderen eine der Hauptcharaktere der Serie und Schulfreundin, die bei der CG Produktions Firma „Supermedia Creation“ als 3DCG-Angestellte arbeitet um sich mit dem Thema 3D-Animation zu beschäftigen.

Sie wirkt im Gegensatz zu den anderen sehr jungenhaft und energisch, kann aber manchmal dazu neigen schüchtern und hohlköpfig rüberzukommen.

Shizuka Sakaki

Synchronsprecher: Haruka Chisuga

Ihr Traum ist es als Synchronsprecher in Zukunft zu arbeiten, jedoch hat sie Probleme Stellen zu finden, da sie oft Abweisungen bekommt. Arbeitet zurzeit als Part-time Kellnerin in einem kleinen Lokal, der zugleich das Stammlokal der Fünf geworden ist um sich immer mal wieder zu treffen.

Eine sehr liebenswerte Persönlichkeit die sehr auf ihre Freundinnen Rücksicht nimmt und darauf achtet ihre Trauer oder Hilflosigkeit nicht zu zeigen, da sie nicht möchte, dass sich die anderen um sie sorgen.

Midori Imai

Synchronsprecher: Hitomi Ohwada

Als jüngstes Mitglied ist sie noch ein Stückchen entfernt davon eine Erwachsene zu werden und ist zurzeit College-Studentin, die nebenbei ihre eigenen Geschichten schreibt um in Zukunft die Autorin ihrer Anime-Serie zu werden.

Ihre größte Stärke ist ihre Liebe zu Lernen und Recherchieren. Sie findet in vielerlei Dinge interessantes daran und möchte immer wieder mehr darüber in Erfahrung bringen. Sie ist sehr ehrgeizig und sehr zuverlässig.

Nützliche Informationen für die neugierigen unter euch!

Shirobako hatte ungefähr gleichzeitig nach der Ausstrahlung, eine Manga Adaption namens „Shirobako: Kaminoyama Kōkō Animation Dōkōkai“ veröffentlicht, der von Kenji Sugihara geschrieben und von Mizutama illustriert wurde. Die Serialisierung folgte in der Ausgabe des ASCII Media Works Magazins „Dengeki Daihoh“ und wird immer noch fortgesetzt.

Im Januar 2015 erschien danach eine knapp über 220 seitenlange Novel (Roman) Adaption mit dem Titel: „Shirobako Introduction“. Sie wurde sowohl von Michiko Itō als auch von Hajime Tanka geschrieben und von Shueisha publiziert.

Zwei OVAs (Original Video Animation) schmücken den Anime mit zusätzlichen Episoden, da es bei denen um die „publizierte“ Anime-Serie in der eigentlichen Shirobako-Serie geht. Komisch ausgedrückt, aber ihr versteht was ich meine!
Wer Interesse hat, der soll sich mal dieses MAD-Video von der Show angucken! 

https://www.youtube.com/watch?v=FipH3LQmqHU

Video gehört einem bestimmten User der Seite: http://www.nicovideo.jp, namens しえる (Ciel).

Time for my Judgement!

Sooo… kommen wir zum eigentlichen Punkt dieser Serie – nämlich zu meiner Empfehlung!

 Funny Story. Ich bin nämlich nur per Zufall drauf gestoßen, als ein anderer Reviewer über eine andere Serie berichtet hat und dies nebenbei kurz erwähnt hat. Allein wär ich wohl nicht wirklich drauf gekommen es mir anzuschauen, da ich schon bei der Erwähnung von „Eine Gruppe Freundinnen“ gar nicht mehr weiter wissen wollte um was es ging. Gott sei Dank hat er aber das Konzept angesprochen, was meine Neugier dann doch geweckt hatte. Shirobako hat meiner Meinung nach genau das Idealbild gezeigt, wie so eine Produktion wirklich zu Stande kommt und ich muss zugeben: Mein Respekt gegenüber Anime wuchs mit jeder Episode. Ich find, dass die Show sehr eigen ist. Könnte sein, dass mir einiges entgangen ist, jedoch kenne ich keinen anderen Anime der diese Idee hatte (Anime über Anime-Produktion). Es ist interessant zu sehen, auf was man alles achten muss um die ganzen Bausteine zu einem Ganzen zusammenzufügen. Viele Bereiche – von  Produktionsassistenten bis hin zu Hauptanimatoren, Generaldirektor, Sound Director, Art Director, Storyboard Director, etc., sind wichtig. Man kriegt einen Einblick über fast alle Abteilungen und wie wichtig es ist, ein gutes Verhältnis mit anderen Unternehmen zu haben, da diese ebenso mit der eigenen Firma zusammenarbeiten. So finde ich es auch meistens interessant aus welchen Gründen es sein kann, dass manche Studios mit der Ausstrahlung Probleme kriegen und diese entweder verschieben müssen oder gleich einstellen müssen.

Funny Story. Es fehlt mir auch schwer über die Show zu schreiben ohne irgendwie zu viel zu verraten, jedoch muss ich gestehen, dass ich trotz Interesse und Neugier, oftmals das Gefühl der Langweile verspürte, weil die Episoden mit der Zeit, den gleichen Rhythmus hatten. Es hatte den Anschein, als würde es zu einer Routine werden, obgleich sie manche Episoden mit Gags und Komödie schmücken wollten. Kann ich der Show aber nicht übel nehmen, immerhin ist es eher eine Slice-of-Life Serie, die die Realität nachahmen soll, quasi wie ein Dokumentation. Das Beste an der Animation war meiner Meinung nach, dass sie nie Faulheit zeigten. Der Hintergrund war schön detailliert mit kleinen Objekten, die alle ihren Platz hatten und selbst wenn man eine Szene hatte indem gerade 100 Menschen drauf zu sehen waren, so waren selbst diese immer noch klar erkennbare eigene Charaktere die kaum kopiert wurden. Respekt daran! Was mich jedoch sehr gestört hat war, dass der Fokus manchmal nicht ganz balanciert  zwischen den Main-Charakteren war. Klar, es ging auch hauptsächlich um die Hauptprotagonistin und so weiter, jedoch hatten die anderen vier Mädchen manchmal kaum Screentime und selbst am Ende der Serie gab es kaum eine Entwicklung bei ihnen. Was aber klar war bei einem „offenen“ Ende. Funny Story. Gleichzeitig gab es ein zwei Charaktere die mich gewaltig genervt haben, dass ich regelrecht mürrisch und wütend wurde sobald man sie gesehen hat, was entweder gut oder schlecht ist, je nachdem wie man es betrachtet. Solltet ihr die Show sehen, wisst ihr sofort wen ich damit gemeint habe!

Alles in allem hatte ich komischerweise trotzdem viel Spaß mit der Serie und bin froh, diese gesehen zu haben. Es hatte seine Macken und manchmal musste man sich durchkämpfen, aber allein wie viel ich daraus gelernt habe, war es auf jeden Fall wert. Ihr solltet wirklich reingucken, den das Konzept ist wirklich etwas was den Anime ausmacht und es zu etwas Eigenem macht!

Und demnach kriegt der Anime von mir das Siegel:

Seal of Approval 2

P.S. Die „Funny Story“-Referenz versteht ihr nur dann, wenn ihr natürlich die Show gesehen habt. Charakter-Rage-Modus aktiviert!

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