Googles beste Ideen (die nicht umgesetzt wurden)

Alle Jahre wieder sind plötzlich alle auf einmal schwanger, irgendwelche Freunde von einem spontan zusammen oder schreiben, dass sie auswandern.

Nein, es ist nicht Weihnachten oder Ostern, es ist nur der 1. April mit seinen langweiligen Streichen von Freunden. Doch es gibt etwas, worauf man sich an diesem Tag wirklich freuen kann: Auf Google!

Mit 2000 begannen sich die Mitarbeiter bei Google neue April-Scherze auszudenken, welche oft von Usern ernst genommen werden. Mit jedem neuen Jahr wurden es immer mehr und es hat oft den Anschein, als würden die meisten Mitarbeiter dort mehr an diesen „April Scherz“-Projekten arbeiten, als an selbstfahrenden Autos. Und nein, diese selbstfahrenden Autos sind jetzt kein Scherz von mir.

In den letzten Jahren gab es dann auch oftmals von Land zu Land eigene Projekte. Zum Beispiel Google Japan präsentiert immer wieder neue Eingabemöglichkeiten, während sich die Australier mehr auf Sport konzentrieren. Google China, welches es meines Wissens nach nicht mehr geben sollte, da ja doch die meisten Service von Google dort gesperrt sind, hatten auch immer wieder interessante und dumme Ideen.

Nachdem es in knapp vier Stunden wieder soweit ist, fasse ich euch hier mal einige meiner Lieblingsideen von Google zusammen.

Auto-Awesome Photobombs with David Hasselhoff

Alleine der Fakt, dass Deutschlands Lieblingsrettungsschwimmer die Erlaubnis gab, seinen Namen zu nutzen, macht dieses coole Feature noch besser. 2014 wurde auf dem Google Blog bekannt gegeben, dass zufällig auf Fotos, die von Usern auf Google+ geladen wurden, David Hasselhoff reingephotoshoped wurde. Ich war enttäuscht, weil keines meiner Fotos davon betroffen war.

Did you mean: Beyonce

Eine tolle Anspielung auf die dumme Aktion von Kanye West bei den VMA von 2009. Das Feature, oder besser gesagt der Bug, wurde aber erst 2012 eingebaut. Am 1. April im besagten Jahr wurde bei jeder Musiksuche in „Play Music Store“ als erstes folgende Mitteilung angegeben: „Did you mean: Beyonce“. Leider gab es, soviel ich weiß, den Store bei uns ja noch nicht. Ich frage mich, wie viele dann doch ein Beyonce Lied gekauft haben und nicht doch eines von Taylor?

Meow Me Now Mobile

Kennt ihr das Gefühl plötzlich das Verlangen zu haben, augenblicklich eine Katze sehen oder streicheln zu müssen? Mit „Meow Me Now“ wurde 2011 eine App für Android und iOS angekündigt, um euch via GPS die nächst näherste Katze zu finden. Ein Must Have für jeden Katzenfreund und ich wette, wenn Google abstimmen lassen würde, ob die Menschheit selbstfahrende Autos oder diese App haben will, würde das Ergebnis so aussehen, dass ich doch meinen Führerschein machen muss, um die nächste Katze – die 200m weit weg ist – erreichen zu können.

Google Manpower Search

Es gibt einen Grund, warum es in China an diesem einen Tag keine Arbeitslosen gab: Google Manpower Search. Ein Feature das 2008 nur in China vorgestellt wurde. Um die Ergebnisse der Suche noch mehr zu verbessern, nutzte Google China die Masse meiner Landsmänner und Landsfrauen aus. 25 Millionen „Freiwillige“ halfen bei jeder Suche rund um die Uhr, damit nicht nur digitale Infos zur Anfrage, sondern auch analoge Infos in Büchern, Zeitschriften und co erfasst werden konnten. Das Ergebnis jeder Suche wird innerhalb von 32 Sekunden wiedergegeben. Einziger Nachteil: Man musste erst mit dem Mauszeiger den „Suchen“ Button, der vor einem flieht, erwischen.

Google TiSP

Ich glaube, von diesem Google April Scherz wissen die wenigsten. Ich muss auch ehrlich zugeben, dass ich diesen erst im Internet gefunden habe, aber die Idee ist einfach zu genial.

Toilet Internet Service Provider war ein neuer Service von Google, wo mit Hilfe der Kanalisation der Kunde innerhalb von einer Stunde an ein Glassfasernetzwerk angeschlossen wurde. Dabei wird die Hardware zur Herstellung von Google gratis zur Verfügung gestellt. Mit 8Mbit Down und 2Mbit Up wurde für „Free User“ eine tolle Geschwindigkeit angeboten. Für Kunden die zahlen wollten, gäbe es da schon die 32 Mbits. Synchron versteht sich. So Funktioniert die Herstellung der Verbindung.

Im Google-Start Kit erhält man ein Stück Glassfaserkabel, welches mit einem Gewicht bestückt im Klo runtergespült werden muss. Nach einer Stunde wird das PHD (Plumbing Hardware Dispatcher), also ein Toilettensauger, benötigt, um damit das Kabel, dass sich jetzt in der Kanalisation selbstständig ans Netzt gehängt hat, wieder aus dem Klo zu holen. Mit den dazu gelieferten WLan Router von Google und nach einer Installation am PC, wurde das Inet durch das Klo freigeschalten.

Es gab auch die Möglichkeit, die Installation durch einen professionellen Installateur zu erhalten. Dieser würde dann mit Hilfe von Nanobots die Verbindung aufbauen. Beim freien Angebot stimmte der Benutzer zu, dass seine Körperausscheidungen analysiert werden durften und Google diese Daten für eine individuelle Werbung weiterverkaufen durfte.

Und jetzt die Frage: Warum gibt es das nicht? Ich meine, ich würde schon gerne Glasfaser überall haben wollen und es gibt ja auch überall Kanalsysteme. Es wäre zwar ekelhaft für den Techniker, wenn mal ein Kabel defekt wäre, aber FREE Inet durchs Klo!

Virgle

Google und die Virgin Group gingen dabei eine Partnerschaft ein und gründeten Virgle. Das Ziel von Virgle war die Besiedelung des Mars. Dafür waren sie auf der Suche nach Freiwilligen, die einen Fragebogen ausfüllen und ein Bewerbungsvideo einschicken mussten.

Also bis jetzt ganz lustig. Es sind aber die kleine Details, die diesen Streich so gut machen.

Um teilnehmen zu können, mussten 15 Fragen beantworten, die wirklich gut überlegt waren. Sowas wie: Toleranz für Verzögerungen beim Beantworten von Emails, Mut gegen marsianische Angriffe oder die Bereitschaft mit anderen Teilnehmern Backgammon zu spielen.

Doch neben diesem Fragbogen musste man auch ein Video, das 30 Sekunden lang war, drehen. Und einige davon sind immer noch auf YT zu finden.

Allgemein ist ihr genialer Besiedlunsgplan genial. 2010 hätten sie sich für den Ort „Virgle City“ entschieden. 2014 wurden Virgle 1 und andere Raumschiffe ins All geschickt und bis 2015 wäre Virgle Base 1 am Mars fertig. 2016 werden die Pioniere zur Base 1 geschickt, wobei sie auf der Reise von Bordcomputer Holistic Artificial Language begleitet werden würden und bis 2108 würden die Menschen dort bereits ein Civilisation gestartet haben.

Genialer Plan. Leider frage ich mich, wo in diesem Plan die Kackerlacken bleiben.

Auf jeden Fall ein toller Streich mit viel Details und Witz.

Store anything on Google Docs

Kennt ihr folgendes Problem? Euer Mitbewohner schreibt euch eine SMS, dass er seine Schlüssel vergessen hat und ob ihr ihm eure borgen könnt? Dafür hat Google 2010 die Lösung: Einfach alles in die Cloud. Auch physische Objekte wie Schlüssel, Fernbedienungen und co sollten möglich sein.  Also einfach das Objekt Online für den Mitbewohner freigeben und für 0.10$/Kg es erschaffen. Coole Idee und wenn wir dann in der Zukunft alle daheim 3D Printer haben, sicher machbarer.

Alles mit Tieren und Übersetzungen

Also in den letzten Jahren gab es immer wieder Tools, Apps und Hilfsmittel, um mit Tieren zu kommunizieren oder sie zu verstehen. Glaubt mir, es sind verdammt viele. Alles nette Ideen, aber keine da, die besonders toll war. Ich dachte, ich erwähne sie einfach mal allgemein. Ich bin ja immer noch der Meinung, dass die Firma Duden am Bablefish entwickelt, um wieder in die schwarzen Zahlen zu kommen.

Alle Eingabe Idee der Japaner

Von der Magic Hand Eingabe bis hin zur Patapata Eingabe wurde schon einiges in den letzten Jahren vorgestellt und ich glaube, es wäre am besten, ihr schaut euch einfach diese 2 Video hier an, um zu verstehen, was damit gemeint ist.

Comic Sans for Everyone

OMG, der Traum. Alles was du dir im Chrome ansiehst, wird automatisch in Comic Sans umgewandelt. Es wäre das beste Plugin ever geworden. Leider war es nur ein Scherz und alle meine Hoffnungen wurden 2011 zerstört.

Google Nose

Davon habt ihr sicher schon mal gehört. Ihr wolltet schon immer wissen, wie eine seltene Blume riecht, aber habt keine Chance diese zu finden. Einfach bei Google Nose suchen, die Nase an den Monitor halten und den Duft wahrnehmen. Das Video dazu sah sehr überzeugend aus und ich bin mir sicher, dass einige darauf reingefallen sind.

Google Maps goes 8-bit NES

Schade, dass für den NES nichts mehr entwickelt wird. Google dachte sich für 2012, dass es cool wäre, wenn Google Maps für den NES funktionieren würde. Mehr dazu findet ihr in diesem Video.

Google Pokemon-Hunt

Und am Schluss kommen wir zum bis dato besten „Streich“ von Google. Es war aber kein herkömmlicher Streich, sondern einfach nur eine geile Aktion. Gemeinsam mit Nintendo wurde für die Maps App ein Addon für den Tag erstellt. Beim Aktiviern wurden einem auf einer fiktiven Karten deiner Umgebung wilde Pokemon angezeigt. Wenn du dich diesen genähert hast, warst du in der Lage sie zu fangen. Wer es geschafft hat, in diesem Pokedex am 1. April alle zu fangen, wurde angeblich mit einem Brief von Nintendo und Google belohnt. Wobei der Brief, glaube ich, nur ein Mythos ist. Auf jeden Fall eine geile Aktion.

Morgen geht es los! Ich erhoffe mir nach dem letzten Jahr Großes von Google. Vielleicht haben die Macher von Digimon mit ihnen Kontakt aufgenommen und wir erleben ein Digimon Event.

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