Game of Thrones – The Exhibition Berlin

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Von 13. bis 17. Mai machte „Game of Thrones – The Exhibition“ zum ersten Mal in Berlin halt. Davor war sie schon in London, Tel Aviv, Stockholm und Madrid zu sehen, kommende Stationen sind noch Amsterdam und Paris. Wer sie also noch sehen möchte, muss wohl in eine dieser Städte reisen oder warten, ob es vielleicht nächstes Jahr wieder eine Ausstellung gibt. Ich hab mich selbst auf den Weg gemacht, um mir selbst ein Bild davon zu machen und werde nun berichten, was es so zu sehen gibt und ob sich ein Besuch überhaupt auszahlt. 🙂

Chaos bei der Ticketvergabe

Gleich mal vorweg, der Besuch der Ausstellung in Berlin ist grundsätzlich kostenlos. Die Karten wurden im Internet mittels „First Come, First Serve“ und einem Gewinnspiel vergeben. Man konnte allerdings nicht zu einer beliebigen Zeit die Ausstellung besuchen, sondern man musste sich für einen gewissen Tag und eine bestimmte Uhrzeit entscheiden. Der Umfang der Ausstellung ist nämlich so gestaltet, dass man nicht länger als eine Stunde benötigen sollte, um sich alles anzusehen. Das eigentliche Problem an der Ticketausgabe war allerdings, dass sich manche die Tickets nur geholt haben, um sie anschließend um teures Geld weiterzuverkaufen, etwa über Ebay oder direkt auf der Eventseite auf Facebook. Die Preise reichten dabei von 10 bis hin zu 300 Euro, der Durchschnittspreis lag wohl bei etwa 25 Euro. Es ist schade, dass manche Personen sich durch solche Methoden bereichern, gerade weil viele Fans anscheinend dazu bereit sind, viel Geld dafür zu zahlen. Es wäre wünschenswert, wenn das bei einer kommenden Ausstellung vermieden werden kann. Es gibt sicher Mittel und Wege, wie man einen solch starken Schwarzmarkthandel verhindern kann, eventuell indem man die Tickets personalisiert.

Das Konzept der Ausstellung

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Aber genug dazu und zurück zur Ausstellung selbst. Stattgefunden hat sie in der Arena Berlin, die etwas außerhalb, direkt an der Spree lag. Bevor man mit dem Rundgang beginnt, sollte man online einem Haus beitreten. Zur Wahl stehen Stark, Baratheon, Lannister und Targaryen. Nach der Registrierung sieht man ein kurzes Video, in dem dir zu deiner Wahl gratuliert wird. Bei Stark, meiner Wahl ;), ist es etwa Maisie Williams aka Arya Stark, die einem begrüßt. Danach betraten wir die Ausstellung und befanden uns gleich in einer Warteschlange, die sich vor dem Iron Throne gebildet hat. Um Fotos von sich auf dem Thron zu machen, mussten wir allerdings nicht lange warten. Wir wurden auch nicht gedrängt, sondern konnten in Ruhe ein paar Fotos schießen, ohne dass uns gesagt wurde, wir sollten uns beeilen. Als die Schlange dann aber immer länger wurde, erschienen Aufpasser, die versucht haben, die Leute anzutreiben, damit die Wartezeit kürzer wird. Es ist auf jeden Fall ein cooles Gefühl auf dem Thron zu sitzen und ich finde, es ist einer der besten Teile der Ausstellung. Die Fotos schauen großartig aus und man hat sofort eine Erinnerung, um die einen so manche beneiden werden. Nach dem Thronfoto geht es eigentlich erst in die richtige Ausstellung und auch hier kamen wir leider nicht umhin, uns schon wieder anzustellen. Unser erster Weg führte uns nämlich vor einen Greenscreen, wo Fotos von uns geschossen wurden. Diese werden dann online in dem Account abgespeichert, den man sich vor der Ausstellung angelegt hat. Allerdings waren es nicht normale Fotos, sondern die Person auf den Bildern wurde in einen White Walker verwandelt, inklusive grauer Haut und eisblauen Augen. Witzig wars auf jeden Fall, auch wenn manche behauptet haben, die Effekte auf den Fotos sehen billig aus. Mit hat es gefallen, es muss sich wohl jede/r selbst entscheiden, ob es die lange Wartezeit wert ist. Neben der Verwandlung zum White Walker konnte man sich noch virtuell von einem Drachen verbrennen lassen, was wir natürlich auch gemacht haben. Weiters gab es direkt in der Ausstellung nochmals die Möglichkeit ein Foto auf dem Thron zu machen, diesmal vor einem anderen Hintergrund. Da ich mich nicht nochmals dafür anstellen wollte, konnte ich nicht überprüfen, ob er bequemer war als der andere. 🙂

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Die restliche Ausstellung beinhaltete Kostüme und Requisiten, hauptsächlich aus der aktuellen Staffel, was ich doch etwas schade fand. Die Präsentation der Objekte war sehr schön gestaltet, allerdings war es doch etwas wenig. Ich hätte mir schon gedacht, dass viel mehr Kostüme zu sehen sein werden und auch etwas aufwendigere. Ohne die Foto-Aktionen, wäre man wohl in 15 Minuten mit der Ausstellung durch.

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Das Highlight – die Fahrt auf die Mauer

Das absolute Highlight befindet sich erst am Ende der Ausstellung und es macht die langen Wartezeiten und die wenigen Requisiten wieder wett, es ist nämlich eine virtuelle Fahrt auf die Mauer. Mit oculus rift und Kopfhörern wird man in eine Kabine geführt, die dem Lift auf der Mauer nachempfunden ist, und dann geht es auch schon los. Ich habe so etwas zum ersten Mal ausprobiert und es war wirklich ein unglaubliches Erlebnis. Man hat wirklich das Gefühl, dass man die Mauer hinauffährt, der Wind bläst, der Boden bewegt sich und man kann mit der Brille in alle Winkel sehen. Oben angekommen muss man sich umdrehen, läuft zum Ende der Mauer und blickt in den Abgrund nach Norden, man sollte also schwindelfrei sein. 😉

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Ein wirklich einmalige Erlebnis und eigentlich unbeschreiblich. Alle BesucherInnen, die es ausprobiert haben, sind mit einem Staunen auf dem Gesicht wieder aus dem Lift ausgestiegen. Ja, so sieht wohl das Videospiel der Zukunft aus.

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Besuch im Fan Shop

Nach der Fahrt auf die Mauer, war das Ende der Ausstellung erreicht und beim Ausgang wartete sogleich ein Stand, bei dem man ein Sky Abo erwerben konnte. Ich fand das eigentlich okay, schließlich ist die Ausstellung prinzipiell gratis und da kann Sky ruhig ein wenig Werbung für sich machen. Was mir allerdings extrem sauer aufgestoßen ist, war der Shop, den man ebenfalls besuchen konnte. Zunächst musste man sich auch für den Shop anstellen, da er sehr klein war und anscheinend genau beobachtet wurde, dass nichts gestohlen wird. Als man endlich den Stand besuchen konnte, war ich zum einen enttäuscht, dass das Merchandise eher dürftig war, zum anderen war ich schockiert von den Preisen. Die 4.Staffel auf DVD kostete etwa 43 Euro, auf BR 50 Euro, eine simple Stofftasche mit dem Logo der Ausstellung kam auf 16 Euro!! Also ich weiß ja nicht, aber eigentlich sollte es doch billiger sein, wenn man direkt bei HBO kauft, als über einen Anbieter wie Amazon. Trotz der extrem überzogenen Preise kamen allerdings doch sehr viele Leute mit einem Einkaufssackerl, pardon Tüte, aus der Ausstellung wieder heraus.

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Fazit

Alles in allem war der Besuch lohnenswert, ich hatte meinen Spaß und fühlte mich gut unterhalten. Allerdings habe ich auch nichts für den Eintritt bezahlt, hätte ich etwa 30 Euro gezahlt, wäre ich schon etwas enttäuscht gewesen, dass die Ausstellung erstens relativ klein ist, und zweitens die Wartezeit bei allen „Aktionen“ relativ lang war. Nichtsdestotrotz finde ich es wirklich großartig, dass es überhaupt so etwas gibt und man als Fan ein wenig Einblick bekommt. Meine Hoffnung liegt ja darauf, dass sie nach dem Abschluss der Serie eine ganz große Ausstellung machen und ich denke, dass dies nicht so unmöglich ist.

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Hat jemand von euch die Ausstellung besucht?? Ich würde mich freuen von euren Erfahrungen zu lesen!! 🙂

 

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