Dr. Who – Die Zeit des Doktors – Blu Ray Review

 I will always remember when the Doctor was me.

11th Doctor

Jeder, welcher Doctor Who kennt, weiß, dass sich kein Doctor ewig hält. So war 2013 nach 4 Jahren Matt Smith’s Zeit sich von seiner Rolle als Time Lord zu verabschieden und die TARDIS zu verlassen.
Knapp ein Jahr nach der offiziellen Ausstrahlung der Folge „The Time of the Doctor“ welche auf Deutsch „Die Zeit des Doktors“ heißt, veröffentlicht Polyband dieses Weihnachtsspecial nun ab 22. Dezember 2014 auf Deutsch als DVD und Blu-Ray.

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©BBC

Handlung

Ein unbekannter Planet. Ein Planet, welcher für andere nicht sonderlich wichtig war, wurde durch ein einziges Signal, welches durch das ganze Universum gesendet wurde, plötzlich wichtig genug um sämtliche Spezies des Universums aus Angst auf den Plan zu rufen.
Natürlich bekam auch der Doctor (Matt Smith) selbst etwas von diesem Ereignis mit und machte sich, nachdem er seine Companion Clara Oswald (Jenna Coleman) von dem jährlichen Weihnachtsessen erlöst hatte, sofort auf den Weg zu diesen Planeten.
Abgefangen von Tasha Lem (Orla Brady), Anführerin der Kirche der Stille, wurde der Doctor auf den Planeten herunter gesendet, um das ominöse Signal zu untersuchen. Als es sich herausstellte, dass es sich bei dem Signal um die älteste Frage des Universums handelte, welche den wahren Namen des Doctors behandelt, wendet sich das Blatt. Die Kirche verlangt, dass der Doctor seinen wahren Namen spricht, um die Time Lords zurück zu bringen. Natürlich weiß der Doctor,  welche Konsequenzen dies hätte, und weigert sich, was automatisch einen Krieg um den Planeten, welcher sich als Trenzalore entpuppt, auf den Plan ruft.
Automatisch nimmt sich der Doctor dem Planeten und der kleinen Stadt namens Weihnachten mit all ihren Einwohnern an und beschützt diese von fort an, nachdem er Clara durch eine kleine Lüge zurück in Ihre Zeit schickte.
Dreihundert Jahre dauerte es, bis sich seine treue blaue Box erneut in der kleinen Stadt materialisiert. Bis zu diesem Tag hatte der Doctor die Stadt Weihnachten Tag für Tag beschützt und vergaß beinah, wie sein Leben davor war. Der Grund für die Verzögerung der TARDIS lag an Clara Oswald welche sich mit aller Kraft an der TARDIS außen fest hielt, um wieder zu ihm zurückzukommen.
Durchaus auch optisch gealtert, erklärt der Doctor Clara die Patt Situation, in welcher er sich befindet und dass er hier wohl, wie es zuvor schon in einer anderen Folge vorausgesagt wurde, sterben wird. Clara denkt natürlich sofort an eine nächste Regeneration. Doch hier erläutert der elfte Doctor, dass er rein rechnerisch gerade sein letztes Leben lebt und es kein weiteres Leben für ihn gäbe.
Nach einem weiteren Besuch in der Kirche, welcher durch Daleks etwas aufgemischt wurde, setzt der Doctor Clara erneut wieder in ihrer eigenen Zeit ab und verschwindet auf ein Neues zurück nach Tranzalore, um die Stadt Weihnachten weitere Jahre, diesmal zusammen mit der Stille, vor sämtlichen Feinden zu beschützen.

Doctor Who wäre natürlich nicht Doctor Who wenn der Companion nun einfach in sein altes Leben vor dem Time Lord zurückkehren könnte. Tasha Lem fand einen Weg Clara mit der TARDIS zurückzuholen, denn sie wusste, dass die letzten Stunden des Time Lords geschlagen hatten und dieser in jenen Stunden nicht alleine sein sollte.
Deutlich gealtert und schwach findet Clara ihren alten Freund in seinem Zuhause in Weihnachten. Doch die Daleks lassen nicht auf sich warten. Der Doctor, welcher durchaus mit seinem Leben abgeschlossen hatte, macht sich auf um den Daleks ein letztes Mal gegenüberzutreten. Doch er hat die Rechnung ohne Clara und dem Dimensionsriss zu den Time Lords in der Wand gemacht.
Denn was wäre die Welt ohne den Doctor und so endet der Kampf mit einer Regeneration, welche kraftvoll genug ist und das Dalek Schlachtschiff zerstört.
Zurück in der TARDIS, findet Clara ihren Doctor im alten Glanz auf. Jung, wie sie ihn kennenlernte. Dieses Treffen dient lediglich dazu, um sich gebührend zu verabschieden und Platz für den neuen Doctor (Peter Capaldi) zu schaffen.

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©BBC

Synchronisation

Für Personen, welche der englischen Sprache nicht mächtig sind oder die englische Original Version aus anderen Gründen nicht ansehen können, sowie auch keinen direkten Vergleich zum Englischen besitzen, wird die Synchronisation sehr akzeptabel sein.
Deutscher Synchronisationen üblich wird darauf geachtet, dass die gesprochenen Wörter der Länge der Lippenbewegungen übereinstimmen und dabei gleichzeitig versuchen, die Sinnhaftigkeit beizubehalten. Zumindest gibt es auf jeden Fall schlimmere Besetzungen und Übersetzungen.
Hat man allerdings einen direkten Vergleich zur Original Sprache, sieht die ganze Sache leider anders aus. Im direkten Vergleich klingt die deutsche Synchronisation etwas matt und die Emotionen, welche die Darsteller in ihre Szenen setzen, kommen nicht perfekt zur Geltung da es mehr nach abgelesenen Skript klingt.

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©BBC

Special Content
Etwa 100 Minuten Bonusmaterial bietet die Disc in Form von drei Specials Contents.
* Farewell to Matt Smith
* Tales from the Tardis
* Behind the Lens

Erstausstrahlung BBC One: 25.12.2013
Blu-Ray/DVD Erscheinungstermin: 22.12.2014
FSK: 12 Jahre
Länge: 60 Minuten
Land: Vereinigtes Königreich
Genre: Sci-Fi, Adventure, Drama, Family, Mystery
Autor: Steven Moffat
Regie: Jamie Payne
Hauptdarsteller: Matt Smith, Jenna Coleman

Blu-Ray:
Bildformat: 16×9 anamorph (1,78:1)
Sprache: Deutsch (DTS-HD 5.1), Englisch (DTS-HD 5.1)
Untertitel: Deutsch, Englisch

DVD
Format: Dolby, PAL
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Englisch

Fazit:

Da dieses Christmas Special nicht nur ein Christmas Special, sondern auch Hauptrollenwechsel war, sollte sich jeder Fan der Serie diese Folge auf jeden Fall ansehen. Zudem machen wir Bekanntschaft mit vielen Gegenspielern des Doctors, wie den  Weeping Angels (Weinende Engel), den Daleks oder den Cybermans, wobei bei Letzterem sogar ein besonders eigenes Exemplar zu sehen ist: Ein Cyberman aus Holz!
Alternde Charaktere bei Dr. Who hatte man durchaus schon mit David Tennant’s Doctor oder Professor Lazarus (Mark Gatiss) gesehen. Doch auch dieses Mal bemerkt man, dass die Maskenbildner der BBC auch bei Matt Smith gute Arbeit geleistet haben. Typisch kleine Gags wie zum Beispiel die Perücke des Doctors, welche Matt Smith trug, nachdem er sich für einen anderen Film im Sommer letzten Jahres seine eigenen Haare kahl geschnitten hatte, wurden passend eingesetzt. Zwar war die finale Veränderung des Doctors von Eleven zu Twelve mehr mit einem niesen zu vergleichen. Doch wenn man bedenkt, dass der Prozess in dem Augenblick startete, als der Doctor oben auf dem Turm stand, kann man ein Auge zudrücken. Schließlich hatte er durch die Kraft, welche ihn beim Empfang des neuen Regenerationszirkels durchströmte, ein ganzes Flottenschiff der Daleks in die Luft gejagt. Wo David Tennant’s Doctor vor seiner Regeneration sämtliche seiner Companions noch einmal in Persona sah, hatte Matt Smith’s Doctor lediglich eine Erinnerung von Amy Pond noch einmal in seiner TARDIS, welche ihm herzlich eine gute Nacht zu seinem Leben wünschte. Ein kleiner Fun-Fakt, auch Karren Gillen hatte sich in jenem Sommer die Haare kahl geschoren und trug für diese eine Szene eine Perücke, was man ihr allerdings leider auch ansieht.
Behind the Scenes war der Abschied von Matt Smith als Doctor sehr rührend. Die Rolle des Doctors war damals sein Durchbruch. Vor Doctor Who war Matt Smith ein eher unbekannter britischer Schauspieler. Jenna Coleman, welche Matt Smith’s Doctor seit Mitte der Staffel begleitet, bleibt vorerst noch an Board der TARDIS und begleitet nun Peter Capaldi, welcher die Blue Box nun offiziell sein eigen nennen darf. Peter Capaldi zeigt in weiterer Folge, dass er ein mehr als würdiger Nachfolger für die wohl begehrteste Rolle der BBC ist.

 

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©BBC

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