DIE TRIBUTE VON PANEM – MOCKINGJAY TEIL 1

 Fire is catching! And if we burn, you burn with us!

Mockingjay, Katniss Everdeen,  p. 106

Die junge Katniss Everdeen hatte es in den letzten 2 Jahren alles andere als einfach in ihrem Leben. Nachdem sie sich für ihre Schwester für die Hungerspiele meldete und wie durch ein Wunder mit Peeta gemeinsam eben jene gewann, wurde sie im zweiten Teil der Filmreihe erneut dazu gezwungen, die Arena, welche ihr nichts als Alpträume und Traumata bescherte, zu betreten. Dieses Mal war die Göttin Fortuna Katniss jedoch nicht so hold. Obwohl sie mit Hilfe von Finnick und den Rebellen aus der Arena fliehen konnte, musste sie Peeta zurücklassen.

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Genau an diesem Punkt der Handlung steigt „Mockingjay – Teil 1“ wieder ins Geschehen ein. Anfangs wirkt dieser abrupte Beginn ein wenig chaotisch, jedoch lösen sich die Fragen im Laufe des Filmes immer mehr auf.

Durch die schauspielerischen Höchstleistungen von Jennifer Lawrence, Josh Hutcherson und
Liam Hemsworth wird dem Film die Atmosphäre zuteil, welche im Buch über hunderte Seiten erschaffen wurde. Es ist ein ständiger Wechsel zwischen spannungsgeladenen und ruhigen, informativen Szenen, was es dem Zuschauer einfacher macht der Story zu folgen und sich trotz allem weder langweilt noch vollends bewusst wird, dass der Film eine Spieldauer von über 2 Stunden beträgt.

In diesem Teil der Filmreihe werden die Interaktionen, so wie die Beziehungen der einzelnen Charaktere zueinander mehr in den Vordergrund geschoben. So sieht man nach den 2 Vorgängern eine durchaus emotionalere Katniss und bekommt nun auch einen tieferen Einblick in ihre Gefühlswelt, insbesondere eben jene für Peeta, der vom Kapitol festgehalten wird. Mit seinen Fernsehauftritten in diesem propagandistischen Krieg wird ihm das gleiche Schicksal wie Katniss zuteil: als Schachfigur missbraucht zu werden.

Obwohl ein Großteil des Filmes unterirdisch spielt, gibt es immer wieder vereinzelte wunderschöne Naturaufnahmen und, als perfekten Kontrast zu diesen, düstere, von den Angriffen des Kapitols zerstörte, Distrikte. All diese Szenen werden von einem wunderschönen Soundtrack begleitet, welcher von der Grammy-Gewinnerin Lorde höchstpersönlich ausgesucht wurde. Sie selbst hat einige Titel zum Film beigetragen und den Titelsong „Yellow Flicker Beat“ aufgeführt.

Für das Ende des Filmes haben sich Regisseur und (Co-)Drehbuchautoren Francis Lawrence, Peter Craig und Danny Strong einen äußerst bösen Cliffhanger ausgedacht um die Lust auf den letzten Teil der epischen Filmreihe zu schüren. So haben sie sich mit bereits einige Zuschauer gesichert.

Fazit:
Summa summarum ist „Mockingjay – Teil 1“ ein action- sowie gefühlsgeladener Film, der seinen Vorgängern in nichts nachsteht. Er gibt den Zuschauern einen kleinen Einblick auf den bevorstehenden Krieg zwischen den Rebellen und dem Kapitol, welcher sie im zweiten Teil erwarten wird, da sich Teil 1 auf die Propaganda beider Parteien konzentriert und zeigt wie einfach die Medien das Urteilsvermögen der Menschen beeinflussen, beziehungsweise, was Zensur tatsächlich bewirken kann.

[Grafik © Studiocanal]

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