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Die Highlights der Anime-Spring-Season 2015

By 16/06/2015 No Comments

Seit April flimmern schon die neuesten Folgen etlicher Anime-Helden über den japanischen Bildschirmen. Auch Fans aus dem deutschsprachigen Raum können den Neuerscheinungen des öfteren nicht widerstehen und verfolgen einige der aktuellen Serien. Im Folgenden werde ich euch meine persönlichen Highlights der derzeitigen Season in Kürze vorstellen:

Arslan Senki

Arslan-Senki

Kurze Beschreibung:

Die Handlung spielt sich größtenteils in der Hauptstadt Ekbatana des wohlhabenden Königreichs Pars ab. An der Spitze steht der von allen gefürchtete König Andragoras, der bisher keine einzige Schlacht verloren hat. Bekannt ist dieses Königreich auch für sein ausgeklügeltes Sklavensystem, welches durch die Kriegsgefangenen aus dem Reich Lusitania aufrecht gehalten wird. König Andragoras hat einen einzigen Sohn, welcher ein sehr sanftes Gemüt besitzt und das komplette Gegenteil zu seinem strengen, furchterregenden Vater darstellt. Täglich übt er sich im Schwertkampf, doch die Fertigkeiten lassen auch nach längerer Trainingszeit etwas zu wünschen übrig.

So wächst der junge Arslan heran und zieht im Alter von 14 Jahren auf den Befehl seines Vaters hin mit in einen für Pars bedeutenden Krieg gegen die „barbarischen Lusitaner“. Doch als die Schlacht vor der Tür steht, kommt alles anders als erwartet. Aufgrund diverser Intrigen seitens der Lusitaner verlieren König Andragoras und sein Volk den großen Kampf.  Nicht nur die Schlacht verlieren sie. Sie verlieren durch diesen Fehler alles. Das Königreich Pars geht unter! Arslan ist fest entschlossen, seine Heimat zurückzugewinnen. Wie das Schicksal so will, schließen sich immer mehr Gefährten aus den unterschiedlichsten Motiven dem Prinzen an und begleiten ihn auf seiner beschwerlichen Reise.

Persönlicher Eindruck

Die erste Folge vermittelt einen recht friedlichen Eindruck. Der relativ zierliche und feminine Arslan führt ein glückliches und sorgenfreies Leben innerhalb der großen Mauern, die Ekbatana umgeben. Umso düsterer und ernsthafter entwickelt sich dann die 2. Folge der Serie – ab diesem Zeitpunkt war ich gebannt von dem Titel. Auf dem ersten Blick erinnert der Plot stark an Akatsuki no Yona, doch im Laufe der Serie merkt man doch, dass sie sich in ein paar gravierenden Punkten unterscheiden (keine bis wenige Comedy-Sequenzen in Arslan Senki, düstereres Setting als in Akatsuki no Yona, u.a.). Für normal bin ich kein allzu großer Fan von Stories, die sich ums westliche Mittelalter drehen, doch Arslan Senki hat mich mit packenden Kämpfen, sympathischen Charakteren und einer sehenswerten Animation überzeugen können – sehr empfehlenswert!


Fate/Stay Night: Unlimited Blade Works (Staffel 2)

UBW

Hier wird die bereits in der Herbst-Season 2014 angefangene Unlimited Blade Works-Serie fortgesetzt.

Kurze Beschreibung zur allgemeinen Handlung:

Shiro, der Ziehsohn des großen Magiers Kiritsugu Emiya (Vorgeschichte: Fate Zero), wird in eine große Schlacht verwickelt: Er beschwört ungewollt einen so genannten „Serveant“ und nimmt dadurch am Kampf für den Erhalt des „Heiligen Grals“, der angeblich dem Sieger jeden Wunsch gewährt, teil (Anm: Serveant = Heldengeist, der den Beschwörer bzw. Master unterstützt). Überzeugt ist der etwas naive Shiro nicht recht von der Vorstellung, andere Serveants und Master „ausschalten“ zu müssen. Auch seine Schulkollegin Rin Tohsaka ist eine Magierin, die zu den sieben Auserwählten gehört. Die beiden schließen sich zusammen und stellen sich den anderen Mastern, deren Identitäten im Laufe der Serie nach und nach aufgedeckt werden.

Persönlicher Eindruck:

Lange mussten wir auf die Fortsetzung der Serie warten, doch nun ist es endlich soweit: Die Abenteuer von Shiro und Rin gehen endlich weiter! Als riesiger Fan der Fate-Reihe bin ich mehr als begeistert von diesem Titel. Die Animation ist ein wahrer Augenschmaus, die Kampfszenen wurden perfekt umgesetzt. Ufotable hat wie auch schon in der Vorgängerserie Fate Zero auch in der Fortsetzung Unlimited Blade Works alles richtig gemacht. Für all jene, die bisher noch nicht in den Genuss dieses Titels gekommen sind: Gebt der Serie auf jeden Fall eine Chance! Ihr werdet es nur in den seltensten Fällen bereuen. 😉


Shokugeki no Souma

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Kurze Beschreibung:

„Ist der Anime eine Kochserie oder doch eher ein Hentai?“ – diese Frage stellen sich Viele, wenn es um die heißdiskutierte Neuerscheinung Shokugeki no Souma geht. Souma ist der Sohn eines bekannten Kochs und gemeinsam betreiben sie ein beliebtes Restaurant. Soumas größtes Ziel ist es, irgendwann die Kochfertigkeiten seines Vaters zu übertreffen. Eines Tages beschließt dieser jedoch, seinen Laden zu schließen und eine Reise durch Europa anzutreten, um seine kulinarischen Kochkünste zu perfektionieren. Souma versteht die Welt nicht mehr! Er wollte schließlich später einmal den Laden übernehmen. Sein Vater hinterlässt ihm lediglich das nötige Kleingeld zum Überleben und eine Herausforderung, bei der er seinen Sohn dazu auffordert, sich an die berühmteste Kochschule mit den besten Eliteschülern anzumelden und dort einen erfolgreichen Abschluss zu machen. Der Haken an der Sache: Lediglich 10 Prozent der Schüler können die Schule mit Erfolg abschließen. Jetzt werden sich die meisten unter euch wohl fragen: Und wo bleibt der Hentai-Part? Das kann man wohl nur dann zur Gänze nachvollziehen, wenn man zumindest eine Folge der Serie gesehen hat. Sobald die Charaktere vom leckeren Essen, welches von Souma zubereitet wurde, kosten, lassen sie in der eigenen Gedankenwelt gerne mal in Begleitung eines genüsslichen Stöhnens die Hüllen fallen…

Persönlicher Eindruck:

Shokugeki no Souma sehe ich als willkommene Abwechslung an, da das Kochgenre auf eine sehr lustige Art und Weise aufbereitet wurde. Langweilig wird es in dem Anime nie, denn Souma muss sich einem Kochduell nach dem anderen stellen. Auch der Ecchi-Anteil hält sich in Grenzen und wirkt nicht übertrieben. Anime-Fans sollten einen Blick darauf werfen und sich selbst eine Meinung zu der recht ungewöhnlichen Kombination aus Kochduellen und Ecchi-Einlagen bilden.


Hibike Euphonium

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Kurze Beschreibung:

Die Hauptfigur Kumiko ist frisch gebackene Highschoolschülerin und möchte, wie auch schon zu Zeiten der Mittelschule, dem Schulorchester beitreten. Ihr bisheriges Instrument war das Blasinstrument Euphonium, bei dem sie dann auch nach längerem Hin und Her bleibt. Auch ihre Mitschülerinnen Hazuki und Sapphire (bzw. Midori) werden von Kumikos  Motivation angesteckt und treten genau wie sie dem Club bei. Am Tag der ersten Probe stellt Kumiko fest, dass eine Orchesterkollegin aus ihrer ehemaligen Mittelschule ebenfalls dem Higschool-Orchester beigetreten ist: Reina Kousaka. Die beiden haben sich durch einen bestimmten Vorfall in der Mittelschule, der in der Serie genauestens geschildert wird, entfremdet, wodurch das erneute Aufeinandertreffen der beiden Kumiko sichtlich unangenehm ist. Als ob das nicht schon anstrengend genug wäre, scheint der Orchesterleiter Noboru Taki überaus streng und anspruchsvoll zu sein. Ab diesem Zeitpunkt hilft nur noch eines: Üben, üben, üben!

Persönlicher Eindruck:

Anfangs nehmen die meisten an, dass es sich bei Hibike Euphonium um einen K-ON!-Abklatsch mit Blas- und Streichinstrumenten handelt, doch wer über die ersten 2 bis 3 Folgen hinauskommt, merkt schnell, dass er mit dieser Annahme nicht richtig liegt. Während K-ON! großteils von Comedy- und Slapstick-Einlagen lebt, werden diese Elemente in Hibike selten bis nie in dieser Form eingesetzt. Im Gegenteil: Die Ernsthaftigkeit der Serie wird mit dem Leistungsdruck im Orchester, Liebeskummer, Rivalitäten innerhalb des Clubs und einem überaus strengen Orchesterleiter unterstrichen. Ungewohnt aber auch sehr interessant ist die Beziehung der Protagonistin Kumiko zu ihrer alten Bekannten Reina, auf die im Laufe der Serie nach und nach eingegangen wird. Musikliebhaber und Slice-of-Life-Sympathisanten können mit diesem Anime nicht allzu viel falsch machen, denn Kyoto Animation hat bei Hibike Euphonium vorbildliche Arbeit geleistet.


Ore Monogatari

Ore-Monogatari

Kurze Beschreibung:

Takeo ist ein etwas „spezieller“ Oberschüler: Er ist riesengroß, muskulös, stark, hat ungewöhnliche Gesichtszüge und dennoch besitzt er ein großes Herz und eilt jedem in Not zur Hilfe. Trotz dieser Eigenschaften bekommt er von seinen Herzensdamen einen Korb nach dem anderen. Die Mädchen haben sich, schon seit er denken kann, immer über ihn lustig gemacht. Die Jungs hingegen himmeln ihn an, so auch sein bester Freund Suna, der im Gegensatz zu ihm stark von dem weiblichen Geschlecht umschwärmt wird. Die Liebesgeständnisse lehnt er jedoch stets aus Desinteresse ab.  Bei Takeo stößt dieses Verhalten klarerweise nicht auf Verständnis. Eines Tages wird ein Mädchen, das in der selben Straßenbahn fährt wie Takeo, von männlichen Mitfahrern belästigt. Takeo verjagt diese und erntet somit großen Dank von dem besagten Mädchen namens Yamato. So kommen die beiden in Kontakt und treffen sich seit dem Vorfall immer öfter. Dann passiert das Unglaubliche: Yamato gesteht Takeo ihre Liebe!

Persönlicher Eindruck:

„Endlich bekommt nicht der Schönling das Mädchen!“ – Das wird vielen von uns durch den Kopf gehen beim Lesen der Serienbeschreibung, so auch mir. Es handelt sich hierbei um eine ganz süße und oft auch lustige Serie, die einem viel Spaß bereitet. Näher eingegangen wird im Laufe der Geschichte auf die Beziehung Yamatos und Takeos, sowie auf die Freundschaft zwischen ihm und seinem besten Freund Suna. Langweilig wird es mit einem Protagonisten wie Takeo selten! Seine Sprüche, witzigen Gesichtsmimiken und seine Tollpatschigkeit wissen durchaus zu unterhalten und zaubern definitiv jedem ein Lächeln aufs Gesicht!  🙂

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