Coppelion – Vol1 BR Review

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Coppelion BR Vol 1 Cover © 2015 Kaze Anime

Zusammenfassung

Auf den ersten Blick könnte man meinen Coppelion wäre wieder so eine 0815 ‚Zukunfts-Katastrophen-Serie‘ die es in den letzten Jahren schon zuhauf gab. Beim genaueren Betrachten wird einem jedoch klar, dass dem nicht zu Gänze so ist.

Die Story lässt sich in einige kurzen Worten zusammenfassen, ohne allzu viel von dem Anime vorweg zu nehmen:

Die Hauptstadt Japans wurde im Jahre 2016 von einem atomaren Unfall verseucht. Nichtsdestotrotz haben es einige Menschen geschafft in Bunkern und ähnlichen Gebäuden zu überleben und warten nun dort auf Rettung. Da normale Menschen ohne Schutzanzüge nicht einmal in die Nähe des kontaminierten Gebietes dürfen, hat das Militär eine spezielle Einheit entwickelt – Coppelions. Sie sind genetisch veränderte Lebensformen die sogar noch 20 Jahre nach dem Unfall nach Überlebenden suchen sollen. 

Charaktere

Hauptcharaktere sind die 3 Schulmädchen ‚Ibara Naruse‘ , ‚Aoi Fukasaku‘ und ‚Taeko Nomura‘. Sie wirken auf den ersten Blick wie ganz normale Mädchen, doch der Zuschauer wird nach den ersten paar Minuten vom Gegenteil überzeugt. Recht schnell wird einem gezeigt, dass neben der Widerstandsfähigkeit gegen radioaktive Strahlung, die Mädels auch noch einige andere extra Fähigkeiten bekommen haben.
Ihre Mission nach Überlebenden zu suchen wird oft von Misstrauen eben jener zu Rettenden begleitet, da sie ohne Schutzanzüge frei herumlaufen können.
Anfangs wirken ihre Charakterzüge aufgesetzt und fast schon ein wenig übertrieben.  Da sie jedoch keine Eltern hatten, da sie künstlich erzeugt wurden, ist dies nachvollziehbar. Davon abgesehen, erfährt man mit jeder neuen Episode mehr über den Einzelnen und kann dessen Handlung nach und nach immer besser verstehen.

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© 2015 Kaze Anime

Deutsche Synchronisation

Die Synchronsprecher sind den Charakteren entsprechend gewählt und bringen ihre Gefühlswelt gut zur Geltung – auch wenn es ab und zu fast schon ein wenig gekünstelt-übertrieben wirkt. Alles in Allem war ich trotzdem sehr positiv überrascht. Ich habe schon seit längerem keine so gut durchdachte und gewählte deutsche Synchronisation mehr bei einem Anime gehört. Sie haben sich, finde ich, auch Mühe gegeben die Stimmlagen eben jener der japanischen anzupassen. (Was eine gute Wahl war, da die japanische Synchronisation auch wirklich gut gelungen ist)

Charaktere Japanischer Sprecher Deutscher Sprecher
Ibara Naruse Haruka Tomatsu Birte Baumgardt
Aoi Fukasaku Kana Hanazawa Winnie Brandes
Taeko Nomura Satomi Akesaka Rieke Werner
Kanon Ozu Yui Horie Julia Von Tettenborn
Onihei Mishima Rikiya Koyama Thomas Balou Martin
Ibuse Tomohiro Satou Louis Friedemann Thiele
Ibuki Kajii Mamiko Noto Gabriele Wienand

Publisher / Animationsstil

Gleich zu Beginn sticht der markante Animationsstil von ‚GoHands‘ stark heraus. (was mich persönlich sehr gefreut hat, da es einer meiner favourite Studios ist). Sie spielen gerne mit Lichteffekten, was dem sonst eher markanten Animationsstil eine gewisse Lockerheit verleiht. Die Charaktere haben sehr  dunkle  Konturen   und ziehen daher stark  die Aufmerksamkeit auf sich.
Die Hintergründe wirken dahingegen fast schon Gegenteilig weich, fast schon ein wenig verschwommen, was dem Ganzen einen sehr großen Wiedererkennungswert verleiht.
Zu diesem sehr eigenen Stil passen sich die fast schon eintönigen Farben perfekt an und runden das ganze schön ab.

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© 2015 Kaze Anime

Extras

Ein nettes kleines Extra ist das 24-Seitige Booklet, welches der Blueray beiliegt. Es enthält einige Charakterbeschreibungen und Skizzen,  so wie einige interessante Hintergrundinformationen zur Umgebungen bzw. Entstehung des ganzen Konzeptes.

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© 2015 Kaze Anime

Fazit

Alles in Allem ist Coppelion ein netter kleiner Zeitvertreib  und hat mich sehr gut unterhalten. Die Thematik ‚Umwelt-Katastrophe‘ behandelt zwar nichts bahnbrechend Neues, die Umsetzung  kann sich jedoch sehen lassen und weist einige neue und individuelle Ideen auf. Zwischenzeitlich, fand ich persönlich, dass ein wenig zu viel gekünsteltes Drama erzeugt wurde bzw. einige Filler-Szenen eingebaut wurden, die nicht zwingend notwendig gewesen wären.  Die Charaktere waren im Großen und Ganzem recht natürlich und man hat ihre Handlungen (meisten) nachvollziehen können.  Davon abgesehen hatte es definitiv einen gewissen Reiz den Anime allein wegen dem doch recht eigenen Stil zu schauen.

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