[Conventionsommer 2015] Nippon Nation 2015

Mit der Nippon Nation geht der große Conventionsommer 2015 feurig weiter. Die relativ junge Convention öffnete am 25 Juli nun schon zum zweiten Mal ihre Tore für alle Nerds, was deutlich früher war als letztes Jahr im August. Dieses Mal jedoch fand das Spektakel an einem ganz anderen Ort statt, nämlich dem Wiener Museumsquartier.  Dieser Ortswechsel hatte schon seine Auswirkungen auf den Plan und den Ablauf der Convention, aber dazu später mehr. Das diesjährige Thema war „Superheldinnen“, ein überaus geeignetes Thema für viele Cosplayer. Doch wie gut war die Nippon Nation 2015 wirklich? Mit dieser Frage beschäftigen wir uns hier.

Nippon Nation (2)

Als allererstes möchte ich persönlich anmerken, dass mir die Organisation des Events gut gefallen hat. Man musste nicht zu lange (verglichen mit anderen Conventions) warten um hineinzukommen. Und auch drinnen konnte man sich sehr schnell zurecht finden. Das Con Gelände war unterteilt in drei Hauptbereiche: Der Bühnensaal mit der dazugehörigen Garderobe, der Empfangsaal mit einer Bar und einigen schönen Games und der Shoppingsaal mit den dazugehörigen Workshop Bereichen in denen den ganzen Tag über Aktivitäten und Events abliefen. Noch dazu hatten die Cosplayer den gesamten Innenhof des Museumsquartiers zu ihrer Verfügung, was ebenfalls ein großer Pluspunkt ist. Schnell wusste man, wo genau alles war und dank einem guten Zeitplan musste man auch nichts verpassen.

Nippon Nation (3)

Allerdings möchte ich anmerken, dass man sich zwar etwas besser zurechtfand als im vergangenen Jahr, das Con Gelände dieses Jahr aber auch deutlich kleiner war. Letztes Jahr stand uns die große technische Universität zur Verfügung, dieses Jahr war es aber „nur“ ein kleiner Teil des Museumsquartiers. Natürlich verstehe ich, dass mit den Jahren immer mehr Räume dazukommen werden da das hier ja das erste Mal in diesem Gebiet ist, daher ist das kleinere Gebiet leicht zu verzeihen. Dennoch führte das kleinere Gebiet dazu, dass es dementsprechend auch weniger zu tun gab. Alles was in der Universität letztes Jahr eigene Räume bekam, wurde hier zusammengeschweißt und somit auch etwas verkleinert. Und dennoch, das was da war, das wurde gut umgesetzt.

Das Programm im Bühnensaal hat mir zum Beispiel sehr gut gefallen. Da es dieses Mal auch einen richtigen Bühnensaal (mit einer gewaltigen Backstage noch dazu) gab, boten sich den Cosplayern und anderen Teilnehmern viel mehr Möglichkeiten ihre Talente auszuüben. Der Cosplay Wettbewerb war dementsprechend gut umgesetzt, ebenso wie die anderen Events, zum Beispiel der AMV Wettbewerb oder das Soundquiz. Die Preisverleihungen haben mir aufgrund des größeren Umfangs des Saals dieses Mal auch etwas mehr beeindruckt.

Abgesehen vom Programm des Bühnensaals aber gab es weitere interessante Dinge die man als Gast unternehmen konnte. Leute die gerne Brettspiele spielen konnten an einem „Ghost Stories“ Turnier teilnehmen, Leute die lieber mit der Hand arbeiten hatten die Möglichkeit, sich ein eigenes Superheldinnencape zu nähen, und wieder andere konnten am Go Turnier teilnehmen. Für die Gamer gab es auch einiges zu tun, wie zum Beispiel das „Smash Bro“ Turnier. Sogar Professor Layton hinterließ mit seiner Rästelrallye seinen Stempel auf der Nippon Nation. Natürlich gab es auch Ehrengäste, wie zum Beispiel Reika oder Erza Cosplay, was mir persönlich auch gut gefallen hat. Diese kleine Auswahl an Aktivitäten fand ich sehr gut, denn dadurch gab es die nötige Abwechslung. Allerdings muss ich dennoch zugeben, dass das Programm und die Events letztes Jahr doch ein wenig größer waren, aber wie gesagt, das wird mit den nächsten Jahren sicher noch.

Nippon Nation (1)

Im Eingangsbereich gab es, wie schon gesagt, eine Bar, wo man neben Getränken auch frischgemachte Crêpes bekommen konnte, in vielerlei Sorten sogar. Die haben mir persönlich sehr gut geschmeckt. Aber dennoch hätte ich mich über eine etwas größere Auswahl schon gefreut, aber das lässt sich nun wirklich leicht beiseiteschieben und sollte nicht als prominent störender Faktor angesehen werden.

Der Shopping Bereich hat mir auch sehr gut gefallen. Es gab vielerlei interessante Dinge zur Auswahl. Das einzige was ich mir da gewünscht hätte wären zumindest ein paar mehr Animes, denn ich habe da beinahe keine gesehen. Aber Games, Mangas, Figuren und Souvenirs gab es reichlich, von daher habe ich nicht wirklich etwas zu beklagen. Dennoch hätte eine etwas größere Auswahl dem Gesamtbild sicher nicht geschadet.

Fazit

Die Nippon Nation 2015 hat mir persönlich sehr gut gefallen. Man konnte sich gut zurechtfinden, die Organisation der Events und Aktivitäten war gut und ordentlich, das existierende Programm war gut umgesetzt, die Wettbewerbe waren spannend und die Workshops ebenso. Das Hauptproblem aber war, dass es einfach nicht so viel Raum gab wie letztes Jahr in der technischen Universität, wodurch viele Dinge verkleinert oder gänzlich gestrichen werden mussten. Aber wie gesagt, mit den Jahren werden der Nippon Nation im Museumsquartier vermutlich mehr Räumlichkeiten anvertraut werden, also wird es bald wieder groß und bombastisch. Aber alles in allem war es eine erfolgreiche Veranstaltung die ich gerne besucht habe.

Die nächste Nippon Nation findet am 16 und 17 Juli 2016 statt. Nähere Infos gibt es hier: https://www.facebook.com/Nippon.Nation.Vienna

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