Cake – Ein Film der es schafft, dass Leute „Cake makes me sad“ sagen

Komplett ungewohnt: Von mir gibt es diesmal eine ganz einfache, kurze und schlichte Review, da der Film mir diesmal so wenig Platz für dumme Sprüche lies, dass diese halt eben ins Fazit gestopft werden.

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Filmplakat Cake © 2015 Warner Bros. Pictures Austria

 

Darum geht es:

Jennifer Aniston spielt in Cake die ungewohnt depressive Rolle von Claire Bennett. In ihrer Gruppentherapiesitzung erfährt der Zuschauer, dass sich ein Mitglied namens Nina Collins (Anna Kendrick) von der Autobahnbrücke geworfen hatte. Ab jetzt ist sie ihre regelmäßige Begleiterin. Nina taucht in Claires Träumen auf und macht ihr Leben nicht gerade einfacher, das schon von unsagbaren Rückenschmerzen, Aggressionsproblemen und Schmerzmittelsucht gefüllt ist. Der Film zeigt einen ständigen Kampf gegen Depression und die große Entscheidung, diese überhandnehmen zu lassen oder ihr stärker entgegen zu treten.

Indiefilm mit wenig Hintergrundinfos:

Daniel Barnz (Director) und Patrick Tobin (Drehbuch): Will  man sich über diese beiden – doch eher unbekannteren Herren- auf IMDb einmal etwas schlau machen, so wird das eine eher kurzweilige Angelegenheit. Viele Filme haben beide nicht vorzuweisen. Beide  scheinen sich aber doch im Genre des Dramas sehr wohl zu fühlen und Daniel Barnz gab schon in einem Interview mit dem amerikanischen Deadline Onlinemagazin bekannt, dass er sich als einer der größten Jennifer Aniston Fans sieht. Schade, dass er nicht allzu viel Zeit mit ihr verbringen konnte, da der Film in knapp zwei Monten abgedreht wurde.

Meine Meinung/ Das kleine Fazit:

Cake machte mich unfassbar traurig und wäre ich alleine im Kino gewesen, hätten doch ein paar Tränen ihre Wege über meine Wangen gefunden. Ich tat mir aber doch sehr schwer mit diesem Film. Warum? Hauptsächlich weil mir der Spannungsbogen, oder besser, das Ziel fehlte. Geht es darum, ihre Depression zu überwinden? Geht es darum, herauszufinden, was sie in diese Lage gebracht hat? Wird es doch eine Liebesgeschichte oder äußert sich Nina Collins noch als böswilliger Geist? Der Film dauerte knackige 102 Minuten und trotzdem fragte ich mich immer wieder, wie lange er noch dauern würde. Kein gutes Zeichen.

Den einzigen roten Faden bilden der doch sehr große Cast, den ich mir bei einem solchen kleinen Projekt nicht gedacht hätte, und immer wiederkehrende Elemente, wie das Wasser, Windspiele oder das Zeigen selber Begebenheiten auf genau dieselbe Weise (beispielsweise, wie sie im Auto liegen muss). Ich persönlich fand Anistons schapielerische Leistung aber sehr gut und glaubwürdig und wer einmal wieder Lust auf ein Drama hat, ist mit diesem Film gut beraten.

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