Assassin’s Creed Film Review

Ist Höhenangst ein absolutes Fremdwort für euch? Würdet ihr einen drei Meter Sprung ohne großem Anlauf als Kinderspiel bezeichnen? Habt ihr alleine in euren Fingern mehr Kraft als so mancher im gesamten Oberarm? Nein? Ich auch nicht. Michael Fassbender aber! Und das beweist dieses schmucke Kerlchen als Protagonist im neuen Assassin’s Creed Film.

Handlung

Die Handlung des Filmes basiert lose auf den Geschehnissen des ersten Teiles der gleichnamigen Videospielserie. Kein Desmond und kein Altahir also. Stattdessen erleben wir Michael Fassbender als Callum Lynch, der eigentlich im Gefängnis per Todesspritze in die ewigen Jagdgründe geschickt werden soll. Statt dem Tod wartet nur ein tiefer Schlaf auf ihn, aus dem er bei Abstergo Industries wieder erwacht. Dort wird er von Marion Cotillard alias Dr. Sophia Rikkin betreut, die den sogenannten Edenapfel finden möchte, um aggressives Verhalten im Menschen zu heilen. Viel Glück damit, Doc! Dafür muss Cal in den Animus, eine Maschine, die ihn die Vergangenheit seiner Vorfahren wieder erleben lässt, und zwar als der Assassine Aguilar de Nerha.

Ab 27.12 auf 3D im Kino © 2016 Twentieth Century Fox and Ubisoft Motion Pictures. All Rights Reserved.

Die Balance zwischen Spiel und Film

Die größte schon im Trailer erkennbare Änderung ist selbstverständlich der Animus. In der Assassin’s Creed Spielereihe verbringen die Protagonisten nämlich ihre Rückführungen liegend in einer Art überdachtem Zahnarztsessel oder Bett. Im Film hingegen erleben wir einen großen Greifarm und Hologramme, die die Erinnerungen direkt um Cal projizieren. Diese Änderung macht durchaus Sinn und gibt auch optisch weitaus mehr her.

© 2016 Twentieth Century Fox and Ubisoft Motion Pictures. All Rights Reserved.

Assassin’s Creed hat es wirklich geschafft eine gute Balance zwischen Kinobesuchern zu finden, denen die Serie fremd ist und trotzdem eine gute Dosis Fanservice zu bieten. So wird zum Beispiel Wert auf Ingame Parallelen wie wilde Kutschenfahrten, den Leap of Faith oder das wilde Klettern gelegt. Selbst die Kampfchoreographien erinnerten an Bewegungen, die man von seiner Konsole kennt. Ich hatte während der knappen zwei Stunden Filmzeit durchaus öfter das Gefühl, jemand würde mir gleich mein Gamepad in die Hand drücken.

© 2016 Twentieth Century Fox and Ubisoft Motion Pictures. All Rights Reserved.

Fazit

Assassin’s Creed ist ein Film, den ich mir noch öfter ansehen werde. Selten bewies eine Spieladaption so gutes Feingefühl dafür, wie viel man tatsächlich verändern darf oder sogar muss. Dieser Film sorgte regelmäßig für Gänsehaut. Trotzdem wünschte ich mir, dass sich für die ein oder andere Szene mehr Zeit genommen worden wäre. Manche Ideen waren gut spürbar weil ich schon Trailer und Spielsequenzen mit ähnlichen Ansätzen gesehen habe, hätten aber, um das „normale“ Publikum zu erreichen, vielleicht noch ein oder zwei Takes gebraucht. Ich hoffe, dass das nicht der letzte Assassin’s Creed Film war und sie dann mehr Zeit und Geld für solche Momente aufbringen.

© 2016 Twentieth Century Fox and Ubisoft Motion Pictures. All Rights Reserved.

 

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