ADAMS – Sexplosion Tour – Vienna

J-Music in Österreich – Fans aus Österreich müssen oft in Nachbarländer reisen, um ein Konzert von einer japanischen Gruppe besuchen zu können. Doch diesen Freitag, 10. April 2015, beehrten uns ADAMS und machten während ihrer SEXPLOSION Tour einen Stopp in Wien.

Die Band besteht aus zwei Mitgliedern, Adam und Shota, und ist mit ihrem Debüt im Jahr 2011 noch relativ jung. Das Konzept der Gruppe ist freie Liebe, in der auch zwei Adams die erste Sünde begehen, anstatt Adam und Eva. Auch in ihren Liedern drücken sie dieses Thema stark aus. Liebe in allen Formen und Arten, ohne Grenzen oder Kritik. Weitere Informationen direkt zur Gruppe findet man auf ihrer Homepage adamshota.com!

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Das Live in Wien ist bereits eher gegen Ende der SEXPLOSION-Tour. Immer hin 31 Gigs spielen sie in ganz Europa, begannen am 14. Februar mit ihrer Tour in Polen und beenden sie am 9. Mai in Rumänien. Für den Bekanntheitsgrad der Gruppe auf jeden Fall ein großer Erfolg.

Ich persönlich kannte die Gruppe vor dem Konzert noch nicht, habe aber nach kurzer Überprüfung des Musikstils beschlossen, dass dieses Konzert auf jeden Fall eine Chance bekommen sollte.

Das Replugged ist eine sehr kleine  Location, liegt dafür aber sehr zentral.  Sehr schick würde ich sie nicht bezeichnen, aber sie passt sehr gut zu einer J-Rock Gruppe wie ADAMS. Sehr positiv war, dass das Lokal, durch das man zur Konzerthalle kommt, keine Konsumpflicht hat. Man kann also beruhigt drinnen warten.

Um 19 Uhr begann der Einlass für diejenigen, die ein VIP-Ticket ergattert hatten. In diesem VIP-Ticket war ein Meet&Greet inkludiert, bei dem man seine Geschenke überreichen konnte und anschließend ein Foto mit Adam&Shota gemacht bekam. Auch ich durfte ein Foto mit den beiden machen. Shota ist für einen Japaner sehr groß, weshalb er bei den Fotos oft eine sehr unbequeme Haltung eingenommen hat. Darüber musste ich persönlich sehr oft lächeln, da es zeigt, wie sehr er sich für seine Fans anstrengt.

Nach dem Meet&Greet begann die Band pünktlich um 20 Uhr zu spielen. Zuerst wurden Lieder von dem neuen Album, SEXPLOSION, gespielt. Die Lieder von diesem Album klangen auf jeden Fall viel sanfter als frühere Lieder von ihnen, ich würde fast schon sagen etwas poppiger als ich es von anderen J-Rock Konzerten gewohnt bin. Dennoch waren alle Lieder upbeat und man konnte seine Füße kaum stillhalten.

Nachdem die neuesten Lieder gespielt wurden, kamen auch viele Lieder, die ältere Fans gut kennen.

Zur Performance gibt es nur positives zu sagen. Bis auf eine kleine Panne bei der Reihenfolge der Lieder gab es keine Probleme. Stimmlich sind sie vielleicht nicht einzigartig, aber stark und konstant. Shota und Adam harmonieren sehr schön, obwohl man das bei den schnellen Liedern, die sie immer sangen, nur halb so schön heraushören konnte. Überhaupt ist mir bei diesem Konzert aufgefallen, dass die übliche „Schnulzen-Viertelstunde“, wie ich sie gerne nenne, nicht dabei war. Es gab zwei Lieder, die ruhig waren, aber meistens haben die Sänger alles gegeben, sind gesprungen und haben die kleine Bühne gerockt!

Für Fans besonders schön waren die Momente, in denen Adam und Shota sich dem Fanservice gewidmet haben, und sich gegenseitig liebkost haben. Wem es gefällt, der hätte sicher gerne mehr gesehen, aber für mich war es genau richtig. Aber damit noch nicht genug, auch nach dem Konzert gab es noch richtig viel Fanservice. Wer Goodies gekauft hat, durfte sie sich nachher noch unterschreiben lassen und wenn man wollte, konnte man noch zusätzlich ein Polaroid-Foto mit der Gruppe machen – gegen Bezahlung, versteht sich. Die Band war während der gesamten Zeit, sowohl vor als auch nach dem Konzert, sehr freundlich und offen, hat immer gelächelt und man konnte sehen, dass sie sich wohl fühlen und ihre Fans schätzen. ADAMS hat auch einen Fanclub, genannt EVE, mit deren Mitgliedern sie ein extra Foto gemacht haben. So schätzt man seine Fans wert!

Mit dem Luxus, den Fans so viel Aufmerksamkeit zu schenken und mit ihnen so viel Zeit zu schenken, kommt auch ein kleiner Wermutstropfen: Insgesamt waren ungefähr 60 Leute auf dem Konzert. Stimmung kam trotzdem sehr gut auf, keine Frage! Sowohl Band als auch Konzertgäste haben sich sehr ins Zeug gelegt, dieses Konzert zu einem Erfolg zu machen. Die Atmosphäre war angenehm, es war nicht zu dicht gedrängt und alle waren freundlich. Aber gleichzeitig wirken fünf Reihen vor der Bühne ein bisschen spärlich, verglichen mit der harten Arbeit und der guten Stimmung, die ADAMS bei diesem Konzert geliefert haben.

Diese Gruppe verdient es definitiv, mehr gehört zu werden. Meine persönlichen Lieblingslieder von diesem Konzert sind „Boku no sei“, das auf ihrem Album SIXNINE erschien, und Fly through the sky, das auf dem neuesten Album, SEXPLOSION oben ist. Das neue Album kam erst dieses Jahr im Februar heraus, also hört einmal hinein!

Fazit:

Das Konzert an sich war vielleicht etwas kurz, aber durch die Nähe zu den Fans vor und nach dem Konzert wurde man gut entschädigt. Balladen sind auf dem Konzert wenig zu finden gewesen, obwohl die Lieder sich größtenteils um die Liebe drehen. Man konnte gut Tanzen und genießen und die Leute haben tolle Stimmung gemacht. Neben freundlichen Besuchern waren auch die Staffmember alle sehr freundlich und man kam nie in Stress oder Bedrängnis. Das Konzert war ein Erlebnis und sollte ADAMS wieder ihren Weg nach Österreich finden, werden sie zumindest mich wieder unter den Gästen finden. Und den einen oder anderen von euch vielleicht auch.

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